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Solingen
Wer die Sorgen anderer teilt, wird ein glücklicher Mensch

Solingen. Auf Deutschlands Kabarett- und Comedy-Bühnen ist man sich ziemlich einig: Männer und Frauen passen nicht zusammen. Wir erfahren seit Jahren, warum Frauen nicht einparken können, warum Männer immer gleich danach einschlafen, und beim anderen Geschlecht ist es natürlich genau andersrum.

Auf zahllosen Ü-Parties genießen fröhlich hüpfende Ringlose ihre Freiheit. Die Zahl der Singles steigt scheinbar exponentiell mit der Anzahl der von Internet-Partner-Plattformen geschalteten Fernsehwerbespots. Der risiko- und verpflichtungsscheue Deutsche wählt dann doch lieber die Lebensabschnittsgefährtin als Eheweib - es muss ja nicht für lange sein. Die Wissenschaft sieht eine Entwicklung von der Gruppenehe über die Mehrehe hin zur Einehe. Aber, bei der heutigen Scheidungsrate geht diese Entwicklung scheinbar weiter, und die nächste Evolutionsstufe heißt "Mehrfachehe", also schon mehrere Ehepartner, aber eben nacheinander.

Bernd Stelter steht kurz vor der Silberhochzeit, ein im Unterhaltungsbusiness eher seltenes Fest. Und er macht sich so seine Gedanken über die Ehe. Wenn "verheiratet sein" bedeutet, dass man zumindest einmal mehr darüber nachdenkt, bevor man sich trennt, dann hat sich das teure Hochzeitsfest vielleicht schon gelohnt, meint er. Stelter ist gerne verheiratet, der alte Genießer-Spießer, und das glücklich. "Wer heiratet teilt sich die Sorgen, die er vorher nicht hatte", nennt Stelter sein neues Programm, mit dem er am 30. September (20 Uhr) im Solinger Theater gastieren wird. Denn: Nur wer die Sorgen anderer teilt, wird ein glücklicher Mensch." Der Vorverkauf an der Theaterkasse hat begonnen.

(red)
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