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Tönisvorst
100 Prozent Auslastung beim Hauptprogramm

Tönisvorst: 100 Prozent Auslastung beim Hauptprogramm
Im Dezember ist die Neil Simon-Komödie "Der letzte der feurigen Liebhaber" mit Martin Lindow, Sabine Kaack, Marie Anna Suttner zu sehen. FOTO: DIETRICH DETTMANN
Tönisvorst. Der Stadtkulturbund Tönisvorst stellte gestern sein Programm für die Spielzeit 2017/2018 vor. Erstmals ist die Christuskirche dabei. Von Heribert Brinkmann

Hundert Prozent Auslastung bei den sechs Abo-Vorstellungen kann Geschäftsführer Dominique Huth melden. Und auch das Programm für die Spielzeit 2017/2018, das Peter Siegel, Vorsitzender des Stadtkulturbundes Tönisvorst, gestern im Rathaus vorstellte, verspricht ähnliche Erfolgsquoten. Ein Nischenprogramm mit wenigen Zuschauern können sich die Kulturmacher nicht leisten. Überhaupt wird das Geschäft mit der Unterhaltung immer schwieriger. Die Gagen bei den Tourneetheatern sind in manchen Fällen um 1000 bis 1500 Euro gestiegen, erklärt Thomas Nellen, stellvertretender Vorsitzender. Ohne die Finanzspritze von 18.000 Euro durch die Sparkassenstiftung Tönisvorst wäre das Programm nicht zu finanzieren. Der Vorstand des Stadtkulturbundes startet jetzt eine Aktion, mit der neue Mitglieder für den Verein interessiert werden sollen. Ansonsten zählt jede verkaufte Eintrittskarte. Die Preise konnten gehalten werden, bei den Sonderveranstaltungen werden die Preise teilweise vorgegeben.

Selten in dieser Zeit ist ein Mehr an Kultur und kein Weniger: "Götterspeise" heißt die neue Reihe kultureller Veranstaltungen, die von der Evangelischen Kirchengemeinde in der Kirche und im neuen Gemeindezentrum angeboten wird. Die Gemeinde kooperiert dabei mit der Kulturagentur Schneider-Watzlawik, die bereits das Kulturprogramm in der Krefelder Synagoge organisiert, und dem Stadtkulturbund. Das Programm startet am 8. September mit einer Hommage à Charles Aznavour (Jean-Claude Séférian, Gesang). Im November folgen die Harfenistin Ula van Daelen und der Bassist Urs Fuchs. Im Januar gibt es eine Lesung aus "Der kleine Prinz" mit August Zirner. "Songs of Freedom" wird im März die amerikanische Bluessängerin Brenda Boykin singen.

Gestern stellten Peter Siegel (Stadtkulturbund, Mitte) und Pfarrerin Daniela Büscher-Bruch bei Bürgermeister Thomas Goßen das Programm vor. FOTO: N. PRÜMEN

Das Abonnement mit sechs Vorstellungen ist ausverkauft, es gibt aber pro Vorstellung 100 Einzelverkaufskarten. Das Programm beginnt mit der Komödie "Dinner für Spinner" von Francis Veber. Ein Finanzbeamter und Streichholz-Hobbybastler wird in die Freundesrunde eines Verlegers zum Dinner eingeladen. Wie das abläuft, kann man sich denken. Und auch "Der letzte der feurigen Liebhaber" ist alles andere als das, eher ein Familienvater mit 23-jähriger Ehe mit seiner Highschool-Freundin. Die Seitensprung-Versuche müssen urkomisch sein. Hardy Krüger jr. spielt in der Komödie Arthur und Claire einen Selbstmordkandidaten, der seinen letzten Abend noch mal richtig genießen will. Was dann passiert, kann man am 28. März sehen.

Bei den Sonderveranstaltungen gibt es wieder viel Musik und Kabarett im Angebot. Es beginnt am 23. September mit einer Großen Gala der Tenöre (Christian Polus, Luis del Rio und Dr. Donald Becker), das Improvisationstheater Springmaus folgt am 13. Oktober. Obligatorisch das Neujahrskonzert, die Matinee am 7. Januar mit den jungen Musikern aus Lemberg. Zwei ungezogene, sich ständig umziehende Jungs bieten beste Musik-Comedy: Ass-Dur muss man unbedingt vormerken. Für die ganze Familie ist das Musical "Ritter Rost und das Gespenst" am 10. März gedacht. Am 19. April gibt es Ehe-Kabarett mit Stehan Bauer, am 4. Mai wird Jürgen Becker die Kulturgeschichte der Fortpflanzung ausbreiten, und Torsten Sträter weiß am 8. Juni 2018 "Es ist nie zu spät, unpünktlich zu sein." Und da es nie zu früh ist, Kinder an Kultur heranzuführen, wird der Stadtkulturbund mit dem Jugendfreizeitzentrum kooperieren.

Ass-Dur bietet Musik-Comedy vom Feinsten: Mit seinem zweiten Programm "2. Satz - Largo maggiore" kommt das Duo im Februar nach St. Tönis. FOTO: ASS-DUR
Quelle: RP
 
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