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Tönisvorst
Ein Oscar für die Biberburg

Tönisvorst: Ein Oscar für die Biberburg
Bei der Oscar-Verleihung (v.l.): Thomas Köhler, Kristian Schneider, Vanessa und Marcus Thienekamp (alle FDP), Anne Köhler, Robert Schäfer (Elterninitiative) und Leiterin Stephanie Tauber. FOTO: wolfgang kaiser
Tönisvorst. Seit Jahren verleiht die FDP Tönisvorst den Bürger-Oscar. Die Auszeichnung geht in diesem Jahr an die Elterinitiativeder Kindertagesstätte Biberburg. Von Bianca Treffer

Leichter Nieselregen fällt und trotzdem wimmelt es im Außengelände der Kindertagesstätte Biberburg von Eltern und Kindern, die allesamt mit der Gartenarbeit und der Pflege des Geländes als solche beschäftigt sind. Beete werden geharkt, der Wasserfall von Laub befreit, die Sonnensegel eingehangen und neue Pflanzen eingesetzt. Getränke stehen parat und aus der Küche ziehen leckere Düfte, die schon auf die spätere kulinarische Stärkung neugierig machen. Die Stimmung ist bestens, es wird gelacht und erzählt. "Genau dieses ehrenamtliche Engagement, das wir hier gerade erleben, ist es, dass uns in diesem Jahr bewogen hat, unseren Bürger Oscar der Elterinitiative Biberburg zu verleihen", sagt Marcus Thienenkamp.

Der Vorsitzende der FDP Tönisvorst steht mit seinen Parteikollegen inmitten des Gewusels und strahlt. Seit über zehn Jahren vergibt die FDP die jährliche Auszeichnung in Form einer goldfarbenen Männerskulptur, die stark an den in der Filmbranche verliehenen Oscar erinnert, an Institutionen, Vereine, aber auch Einzelpersonen, die sich durch ihre ehrenamtliche Arbeit auszeichnen. Bewerben kann sich keiner für den Bürger-Oscar, die FDP sucht sich ihre Kandidaten aus und überrascht sie. Zur Skulptur gehören dabei 200 Euro, die dem Ausgezeichneten zur freien Verfügung stehen. "Es kommt auf Eigeninitiative und Engagement aus privater Hand an, wobei in diesem Fall sogar dem Staat unter die Arme gegriffen wird. Eltern schaffen Kindern in der Biberburg gute Startmöglichkeiten. Es wird sich um eine frühkindliche Bildungspolitik gekümmert", hebt Thienenkamp hervor.

Die Elterninitiative stellt nicht nur einen ehrenamtlichen Vorstand, sie bringt sich in den normalen Kita-Alltag ein und realisiert auch größere Vorhaben. Doch egal, was es ist: "Wir sind alle mit Herzblut dabei und die Kita existiert, weil alle Eltern so fleißig sind", bringt es Anne Köhler vom Vorstand auf den Punkt. Es sei eine funktionierende Elternschaft, schließt sich Vorstandsmitglied Robert Schäfer an. "Über unseren Aushang zeigen wir an, wo wir Hilfe brauchen. Ein jeder kann sich nach seinen persönlichen Fähigkeiten einbringen", berichtet Kita-Leiterin Stephanie Tauber.

Alltagsdinge wie Wasser einkaufen, Fenster putzen oder Glasmüll wegbringen gehören zu den ganz normalen Tätigkeiten der Eltern. Steht ein Großprojekt an, dann packen alle ebenso an. In Gemeinschaftsarbeit entstanden so unter anderem die Seillandschaft und das blaue Schwedenhäuschen im Garten als auch die mit Motiven angemalte Wand im Schlafraum der U3 Kinder.

"Ein Vater, der in Sachen Erdarbeiten selbstständig ist, hat uns gerade den Fallschutz für die Schaukel neu ausgebaggert", zählt Tauber ein weiteres Beispiel des guten Miteinanders auf. Bei den beiden jährlichen Gartenaktionen im Frühjahr und Herbst kann sich die Biberburg ebenso wenig über mangelnde Unterstützung beklagen. "Es kommen immer 35 bis 40 Eltern und packen mit an", sagt Tauber.

In der Kindertagesstätte Biberburg steht jeden Tag ein gemeinsames Frühstück auf dem Tisch. Es wird täglich frisch gekocht und das mit Lebensmitteln in Bioqualität. Hat Koch David Urlaub, dann springen die Eltern ein und übernehmen die Küche. "Wir sind ein tolles Team", bemerkt Köhler. Wobei sich alle über die Auszeichnung der FDP freuen und der Bürger Oscar auf jeden Fall einen Ehrenplatz erhalten wird.

Quelle: RP
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