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Tönisvorst
Prüfanstalt gibt Tönisvorst Tipps zum Sparen

Tönisvorst. Den Haushalt der Stadt Tönisvorst hat sich die Gemeindeprüfanstalt des Landes angesehen. Die GPA soll den Kommunen helfen, eine nachhaltige Haushaltswirtschaft zu betreiben und den Verlust des Eigenkapitals zu stoppen. Für Tönisvorst hat die GPA eine ganze Reihe von Möglichkeiten gefunden, mehr Geld einzunehmen und weniger Geld auszugeben. Beides geht zulasten der Bürger.

Im Hauptausschuss wurde der Prüfbericht jetzt vorgelegt. Kämmerin Nicole Waßen zeigte sich nicht überrascht von den Prüfergebnissen und Empfehlungen. "Einige Vorschläge sind bereits umgesetzt, wie die Erhöhung der Real- und Vergnügungssteuer, andere sind in der Diskussion, wie etwa die Einführung einer Winterdienstgebühr", sagte die Kämmerin. Auch der Abbau von Personal in der Verwaltung, beim Standesamt und beim Bürgerservice sei bereits in vollem Gange. Die GPA begrüßt das als "notwendig und richtig", weist aber darauf hin, dass ein Stellenabbau in dieser Größenordnung es erforderlich mache, Standards und Dienstleistungen zurückzufahren.

Nüchtern stellen die Prüfer in ihrem Bericht fest, dass die "finanzwirtschaftliche Situation der Stadt Tönisvorst durchgängig defizitär und von großem Konsolidierungsdruck gekennzeichnet" ist. Die Haushaltsplanung stuften sie als realistisch und sachgerecht ein. "Tönisvorst befindet sich zweifelsohne auf dem richtigen Weg. Die umfangreichen Konsolidierungsansätze im vorliegenden freiwilligen Haushaltssicherungskonzept belegen den umfänglichen Willen zur Realisierung nachhaltiger finanzwirtschaftlicher Verbesserungen", stellt die Landesbehörde der Kämmerin und dem Bürgermeister ein gutes Zeugnis aus.

Trotz aller Bemühungen seitens der Verwaltung weist die Prüfanstalt aber darauf hin, dass sich abweichend zur Haushaltsplanung der Stadt bis 2018 eine zusätzliche Deckungslücke von 1,1 Millionen Euro ergeben könnte. Die GPA empfiehlt deshalb, alle Mittel auszuschöpfen. Dazu gehöre auch, diverse Rathaus-Nebenstellen aufzugeben und alle Dienstleistungen nur noch aus einem Ortsteil heraus zu bedienen. Sporthallen sollen überdies an Vereine verkauft, die Gebühren im Einwohner- und Gewerbebereich angehoben und Stellen besonders im Bereich der Kindertagesstätten abgebaut werden.

Was von den Maßnahmen schließlich umgesetzt wird, muss die Politik bei den Haushaltsberatungen entscheiden. Wer sich für den Bericht der Gemeindeprüfanstalt interessiert, kann ihn auf der Homepage der Stadt unter www.toenisvorst.de (Schnellzugriff, Ratsinformationssystem, Sitzungen, Hauptausschuss, TOP 6) einsehen.

(wic)
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