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Tönisvorst
Sandspende entlastet den Haushalt

Tönisvorst. Über frischen Spielsand freuen sich Paul, Marie und die anderen 70 Kinder, die das städtische Familienzentrum "Drei Käse Hoch" an der Bruckner Straße in Vorst besuchen. 40 Tonnen feinen Sand hat die Firma Holcim Beton und Betonwaren GmbH gespendet, die das Rheinkieswerk an der Butzenstraße in Vorst betreibt. "Wir haben seit fünf Jahren eine Kooperation mit der Stadt", erzählt Andreas Richter, Projektleiter bei Holcim. 400 bis 500 Tonnen Sand spendet das Unternehmen seitdem jedes Jahr der Stadt Tönisvorst.

"Wir müssen regelmäßig den Sand auf den Spielplätzen und in den Außenanlagen der städtischen Kindertagesstätten austauschen", sagt Landschaftsarchitektin Heike Goßen, bei der Stadt zuständig für Spielleitplanung und Umwelt. In Zeiten knapper Haushaltsmittel sei die Verwaltung froh über jeden Euro, der eingespart werden könne. Und beim Thema Sand kommt einiges zusammen: Durch die Spende der Firma Holcim wird der Haushalt jedes Jahr um fast 4000 Euro entlastet.

"Wir haben ein festes Kontingent für die Stadt eingerichtet", sagt Stefan Lubjuhn, Leiter des Kieswerks Vorst, "die Mitarbeiter des Bauhofes holen den Sand nach Bedarf ab." Fast 50 Prozent dessen, was die Firma Holcim bei der Kiesförderung aus der Erde holt, ist Sand. "Der Sand wird gereinigt und gesiebt, bevor wir ihn verkaufen", sagt Richter. Zur Betonherstellung, für Kanalbauarbeiten und für Bahnschwellen werde der Sand unter anderem benötigt.

Auch der alte Sand, den der städtische Bauhof alle fünf Jahre auf den rund 50 Spielplätzen im Stadtgebiet und alle zwei Jahre in den fünf städtischen Kindertagesstätten austauscht, findet noch einmal Verwendung. Er wird bei Straßenpflasterarbeiten eingesetzt.

(wic)
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