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Viersen
Als Direktor zurück an die alte Schule

Viersen: Als Direktor zurück an die alte Schule
Christoph Hopp hat schon vor zehn Jahren Französisch und Geschichte am Konrad-Adenauer-Ring 30 unterrichtet. FOTO: Busch
Viersen. Christoph Hopp ist Leiter des Erasmus-von-Rotterdam-Gymnasiums. Am 21. August gibt's die offizielle Amtseinführung. Von Bianca Treffer

Auf seine traditionellen Sommerferien mit der Familie in Frankreich hat Christoph Hopp in diesem Jahr verzichtet. Dafür war der Dülkener in der Ferienzeit oft im Erasmus-von-Rotterdam-Gymnasium anzutreffen, um sich auf seine neue Aufgabe vorzubereiten. Er ist der neue Schulleiter des Viersener Gymnasiums.

Unbekannt ist Hopp die Schule nicht. Schließlich hat er schon vor zehn Jahren Französisch und Geschichte am Konrad-Adenauer-Ring 30 unterrichtet. "Ich war insgesamt fünf Jahre lang am Erasmus tätig. Dann ergab sich die Möglichkeit, in Straelen eine Schulleitung zu übernehmen. Unser hiesiger Schulleiter ermunterte mich dazu, weil er fand, dass eine Schulleitung für mich die richtige Richtung sei und ich dort wertvolle Erfahrungen sammeln könnte", erinnert sich der 47-Jährige. Das traf auf ganzer Linie zu.

Als dann die Schulleiterstelle in der Kreisstadt am Erasmus frei wurde, musste der gebürtige Viersener nicht lange überlegen. Die Chance, wieder in seiner Heimat zu unterrichten und sogar eine Schule in der der Stadt zu leiten, in der er seit Jahren auch wohnt, wollte er sich nicht entgehen lassen. Er bewarb sich sofort und machte das Rennen. "Es ist wie nach Hause kommen. Zumal ich es gut finde, in einer Stadt an einer Schule zu arbeiten, in der man auch lebt. So entsteht noch mehr Kontakt. Mich kann man auch an der Supermarktkasse ansprechen", bemerkt Hopp, der mit seiner Frau und den beiden Söhnen in Dülken lebt.

In Süchteln aufgewachsen, besuchte er das Dülkener Albertus-Magnus-Gymnasium, wo er 1988 Abitur machte. Es folgte der Zivildienst im Bethanien Kinder- und Jugenddorf. Und genau hier merkte Hopp, dass ihn die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen ansprach. "Vorher wusste ich nicht genau, was ich beruflich machen wollte. Aber im Zivildienst wurde mir klar, dass es das Lehramt ist", erzählt er.

In Köln ging es mit dem Lehramtsstudium der Fächer Geschichte und Französisch los, die beide seine große Leidenschaft sind. Die damaligen Prognosen, dass Lehrer schlecht eine Stelle finden würden, konnten ihn nicht abhalten. Hopp wechselte später nach Düsseldorf und startete seine Referendariatszeit am Clara-Schumann-Gymnasium.

Trotz eines guten Examens wurde es tatsächlich schwer, eine Stelle zu finden. Kurz entschlossen startete Hopp sein Arbeitsleben daher als Assistent im Vorstand der Trienekens AG. Eine spannende Zeit, die vielversprechend anlief. Als sich aber nach einem Jahr die Chance bat, in Mönchengladbach an einer Realschule zu unterrichten, musste der junge Lehrer nicht lange überlegen. Hopp wechselte.

Als Lehrerratsvorsitzender brachte er sich schon damals in die Gestaltung von Schule ein. Nach den ersten Jahren in Mönchengladbach, in Viersen und dann in Straelen. Hopp ist neben der eigentlichen Schularbeit die Einbeziehung der Eltern sehr wichtig. Er hebt hervor, dass er kein Schulleiter hinter verschlossenen Türen sei, sondern als Manager eines Bildungsunternehmens mittendrin stecke. Eine offene Schule, die noch mehr mit außerschulischen Partnern kooperiert, als sie es ohnehin schon macht, liegt ihm am Herzen.

Innovationen sind ein weiteres Stichwort. "Ich habe eine Menge Ideen, bei denen ich Schüler, Lehrer und Eltern einbinden möchte. Man muss immer im Blick haben, was auch gewünscht ist. Die beste Idee nützt nichts, wenn sie nicht von allen getragen wird. Schule ständig zu verbessern, ist wichtig, aber das geht nur gemeinsam", betont Hopp. So habe er in Straelen viel mit digitalen Medien gearbeitet, um in der Schule einen kompetenten Umgang mit diesen Geräten zu erzielen, wovon auch der Unterricht profitiert hätte. Ein Projekt, das auch zum Viersener Gymnasium passen könnte.

Quelle: RP
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