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Brüggen
Anwohner gestalten den Spielplatz selbst

Brüggen. In Brüggen wehrten sich Bürger gegen den Bau einer Flüchtlingsunterkunft. Jetzt sammeln sie Ideen für die Fläche Von Birgit Sroka

Der Spielplatz am Lindenweg, Ecke Birkenweg in Brüggen soll umgestaltet werden, damit er zum Treffpunkt wird. Das ist das Ergebnis einer Bürgerversammlung. Bürgermeister Frank Gellen (CDU) sowie Vertreter aus Verwaltung und Politik sprachen mit Anwohnern über das weitere Vorgehen.

Gellen hatte Anwohner zu der Versammlung eingeladen, nachdem der Rat seinen Beschluss zur Bebauung des Spielplatzes zurückgenommen hatte. Auf dem Grundstück sollte ein Mehrfamilienhaus errichtet werden, in dem die Gemeinde zunächst Flüchtlinge unterbringen wollte. Gegen den Ratsbeschluss hatte es massive Proteste gegeben. Bei einer Bürgerversammlung auf dem Grundstück hatten Anwohner unter anderem darauf hingewiesen, wie wichtig ihnen der Spielplatz sei, dem es an Spielgeräten und Pflege mangele, und hatten angeboten, sich einzubringen.

Drei Ansprechpartner gibt es in der Nachbarschaft: Wolfgang Bonsels, Rainer Franke und Michael Syperrek. Sie wollen nun alle Ideen für die Gestaltung des Spielplatzes sammeln und dann mit der Gemeindeverwaltung besprechen, die erste Entwürfe kurzfristig an die Anwohner weiterleiten will. Bei Bonsels, Franke und Syperrek können sich Interessierte melden, die eine Patenschaft für ein Spielgerät übernehmen möchten. Denn ein Spielplatz kann teuer werden: "Je mehr Eigenleistung hier möglich ist, desto eher kann man an anderer Stelle mehr machen", so Gellen. Auch sollten die Erwachsenen überlegen, was sie sich wünschten, damit der Spielplatz Begegnungsstätte wird: eine Feuerstelle, Bänke, ein Tisch, Spielgeräte für Erwachsene, für Senioren? Ein Bouleplatz? "Überlegen Sie unabhängig von Finanzen einfach mal, was hier auf dem Gelände gemacht werden könnte", sagte Gellen, der ankündigte, "in kurzer Hose und mit Schippe in der Hand" mit anzupacken. Erbsensuppe und einen Kasten Bier würde die Gemeinde stiften.

Anwohner zeigten sich begeistert vom Verlauf der Versammlung. "Wir möchten uns alle besser kennenlernen und einen schönen Platz gestalten", erklärte Erwin Nasarzewski. Syperrek ergänzte: "Positiv ist, dass man jetzt mit vielen Leuten ins Gespräch kommt. Wichtig ist, dass der Spielplatz jetzt dauerhaft genutzt wird und wir nicht in ein paar Jahren wieder neu diskutieren." Ob die Nachbarn auf dem Spielplatz 2017 schon in den Mai feiern können, ist noch unklar. Bauamtsleiter Dieter Dresen meinte zur Umgestaltung: "Dieses Jahr wird das nichts mehr. Wir geben uns aber Mühe."

Quelle: RP
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