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Brüggen
Ausschuss gegen Ortsgeschichte für Brüggen und Born

Brüggen. Brüggen und Born werden voraussichtlich keine eigene wissenschaftliche Aufarbeitung ihrer Ortsgeschichte erhalten. Im vergangenen Jahr hatte ein Autorenteam um die Historikerin Ina Germes-Dohmen die Brachter Ortsgeschichte aufgearbeitet. Anlass war die urkundliche Ersterwähnung vor 900 Jahren. Von den damals gedruckten 1500 Exemplaren ist etwa die Hälfte verkauft.

Die Gemeindeverwaltung hatte dem Kulturausschuss empfohlen, auch für Brüggen und Born eine eigene Ortsgeschichte in Auftrag zu geben. Begründung: Noch stehen teilweise die bei der Ortsgeschichte Bracht tätigen Autoren, insbesondere aber Zeitzeugen, zur Verfügung. Deren Alter erlaube es nicht, lange zu warten. Die Ortsgeschichte für Brüggen und Born würde rund 122.000 Euro kosten, die man laut Verwaltung auf vier Haushaltsjahre, von 2018 bis 2021, verteilen könnte. Im Ausschuss gab es sieben Stimmen dafür, neun Gegenstimmen und zwei Enthaltungen. Zuvor hatten sich einige Ausschussmitglieder kritisch geäußert. Bürgermeister Frank Gellen (CDU) sprach sich für die Herausgabe aus - auch deshalb, weil das Buch deutlich über die Grenzen der Burggemeinde hinaus Wellen geschlagen habe -, und sprach von einem Schatz, den man der Nachwelt hinterlassen wollte. Dieses Vorhaben fand letztlich jedoch keine Mehrheit.

(biro)
 
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