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Brüggen/Nettetal
Bedarf an Seniorenberatung steigt

Brüggen/Nettetal. Häufiges Thema der Gespräche ist das neue Pflegestärkungsgesetz

Um fünf Prozent steigt jährlich die Zahl der Seniorenberatungen in der Burggemeinde Brüggen an. Das berichtete jetzt der Seniorenberater Christian Fortmann den Mitgliedern des Ausschuss für Soziales und Senioren in Brüggen.

Innerhalb der vergangenen zehn Jahre verdoppelte sich die Zahl der Seniorenberatungen, in 2016 waren es für Nettetal und Brüggen zusammen 516 Beratungen. 92 Erstkontakte gab es im Jahr 2016 in Brüggen, gefolgt von jeweils drei bis vier weiteren Beratungsterminen. Der Schwerpunkt liege dabei auf Fragen zur Vorsorgevollmacht und zur Patientenverfügung. Oft lasse sich dabei die komplette Familie beraten. Häufig sei das Pflegegeld Thema. "Durch das neue Pflegestärkungsgesetz seit Anfang 2017 haben sich Schnittstellen zur Grundsicherung ergeben. "Das rumpelt noch gewaltig bei uns", sagt Fortmann. Er hoffe auf Klärung der Punkte, die sich überschneiden.

Erschreckend sei die Zahl von Verwahrlosung im Alter, der Anteil liege geschätzt bei fast fünf Prozent aller Beratungsfälle. Verfolgungswahn und psychotische Erkrankungen nähmen stark zu. Mit der Einrichtung einer dritten Beraterstelle durch die Sozialarbeiterin Maike Peters seit Mitte 2016 ist der im Rathaus Nettetal untergebrachte Pflegestützpunkt mit drei Sozialarbeitern und Sozialpädagogen besetzt, die für die Altenhilfe und Pflegeberatung der älteren Menschen der Stadt Nettetal und der Gemeinde Brüggen zuständig sind.

In einer kleinen Auflage soll spätestens Mitte des Jahres ein neuer Seniorenratgeber erscheinen. "So können wir schneller auf aktuelle Änderungen reagieren", hofft Christian Fortmann.

(bigi)
 
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