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Brüggen
Brüggen: "In der Haag" ist Harmonie gefragt

Brüggen. An der geplanten Bebauung des Bolzplatzes gab es viel Kritik. Nun ist ein Kompromiss gefunden

Der Bauausschuss wünsche sich, dass der Architekt sich noch einmal Gedanken um die Front-Gestaltung mache. Der Bauausschuss wünsche sich "mehr Harmonie in der Haag". So fasste Johannes Weiß (CDU) in der Sitzung des Brüggener Bauausschusses am Dienstagabend die vorangegangene Diskussion zusammen. Sein Statement löste Gelächter aus, und das war ein befreiendes Lachen. Denn um die geplante Bebauung des Bolzplatzes an der Straße "In der Haag" in Brüggen wurde in der Vergangenheit schon viel gestritten.

Die Gemeinde möchte das Grundstück verkaufen, damit dort gebaut werden kann. Für die Bebauungsplanung waren zunächst mehrere Varianten erarbeitet worden, auch hatte es dazu eine Bürgerversammlung gegeben. Der jüngste Entwurf sah nun vorn an der Straße zwei Mehrfamilienhäuser mit je sechs Wohnungen, im rückwärtigen Bereich zwei Einfamilienhäuser vor.

Den Entwurf hatte das Büro rheinruhr Stadtplaner nun überarbeitet, und mit den Änderungen jetzt, auch das wurde in der Sitzung klar, waren Anwohner und Politiker weitgehend zufrieden. So soll die Stichstraße verbreitert werden, die ursprünglich im Vorgarten geplanten Stellplätze, für die Bäume hätten weichen müssen, werden reduziert. Statt dessen werden hinter einem Gebäude Carports angelegt, die sich begrünen lassen und unter denen die Bewohner der Mehrfamilienhäuser ihre Autos parken können.

Dass der Architekt für die Mehrfamilienhäuser seitlich schräge Dächer und in der Mitte jeweils ein Flachdach vorgesehen hatte, traf im Ausschuss auf keine große Gegenliebe. Bauamtsleiter Dieter Dresen erinnerte daran, dass die Bauweise letztlich eine Frage des Geschmacks sei, und dazu wolle man im Bebauungsplan keine Vorgaben machen. Winfried Goertz, sachkundiger Bürger der CDU, regte an, keine aufspringenden Dächer zu wählen, schließlich hätten die Häuser rundum Satteldächer. Auch Henning Schmidt vom Planungsbüro meinte, dass die Gebäude so wie nun vom Architekten entworfen nicht ins Umfeld passten - es gebe aber Möglichkeiten, diese anzupassen. Und so äußerte Weiß den Wunsch nach "mehr Harmonie in der Haag".

Dresen schlug vor, optische Vorgaben nicht über den Bebauungsplan zu regeln, sondern beim Verkauf des Grundstücks festzuhalten. Darüber könne die Politik nach den Ferien im Liegenschaftsausschuss sprechen, - und zwar öffentlich. Dann könnten Anwohner der Straße "In der Haag" zuhören. Einstimmig beschloss der Bauausschuss jetzt zunächst, den Bebauungsplanentwurf öffentlich auszulegen.

(biro)
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