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Viersen
CDU plant Förderverein für Galerie im Park

Viersen. Die Befürchtungen vieler Viersener Bürger, durch die mögliche Übertragung der Städtischen Galerie im Park an einen privaten Betreiber könnten die Interessen der Allgemeinheit zu wenig beachtet und das Ausstellungsprogramm rein kommerziellen Ansprüchen unterstellt werden, hat die CDU-Fraktion auf den Plan gerufen. "Wir wollen die Galerie im Park grundsätzlich als öffentlichen Ausstellungsraum erhalten", sagt die kulturpolitische Sprecherin der CDU, Laura Mavrides. "Im Prinzip begrüßen wir aber die Überlegung der Verwaltung, die Galerie einem professionellen Galeristen anzuvertrauen", so Laura Mavrides, "denn unbestreitbar ist, dass das Budget für die städtischen Ausstellungen seit Jahren nicht mit der Kostenentwicklung Schritt halten kann und es immer schwieriger wird, ein anspruchsvolles, überregional ausstrahlendes Programm auf die Beine zu stellen."

Erst ein Prüfauftrag

Schon in der jüngsten Sitzung des Kulturausschusses, der ja zunächst nur einen Prüfauftrag über die Übertragung an einen privaten Dritten erteilt hat, habe die CDU gefordert, bei Verhandlungen mit potenziellen Betreibern sicherzustellen, dass auch künftig zwei bis drei Ausstellungen jährlich durch die Stadt organisiert werden. Mavrides: "So könnten zum Beispiel die Schulausstellungen weiterhin in der Galerie stattfinden und auch lokale Künstler eine Chance auf Öffentlichkeit erhalten."

Die skeptische Reaktion aus der Bürgerschaft hat die CDU nun jedoch dazu veranlasst, über weitere Möglichkeiten zur Einbindung der Öffentlichkeit in das künftige Galeriekonzept nachzudenken – und zwar unabhängig davon, ob der Betrieb weiterhin durch die Stadt oder einen Galeristen erfolgt.

Ähnlich wie bei der Festhalle

"Ein 'Förderverein Galerie im Park' wäre hier der richtige Ansatzpunkt", erläutert Mavrides. "Was schon bei der Festhalle erfolgreich funktioniert hat, dass nämlich mit privatem Engagement Dinge realisiert werden konnten, für die im städtischen Haushalt kein Geld vorhanden war, kann auch für die Galerie ein Weg sein." Durch einen Förderverein könnten zum Beispiel ein Rahmenprogramm oder pädagogische Begleitveranstaltungen finanziert werden. Dies dürfe auch für einen privaten Betreiber interessant sein, so die CDU-Ratsfrau.

Erste Gespräche zur Gründung eines Fördervereins – auch mit möglichen Sponsoren – haben bereits stattgefunden. Die weiteren Vorbereitungen zur Vereinsgründung werden für die CDU vom Kulturausschussmitglied Marc Peters koordiniert, der gemeinsam mit Gleichgesinnten auch einen Vereinsvorstand zusammenstellen wird. FRAGE DES TAGES

Quelle: RP
 
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