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Brüggen
Dorfentwicklung läuft langsam an

Brüggen. In Bracht wurden die ersten Bänke aufgestellt und einige Bäume an der Kirche gefällt. Eiben hinter der Mauer folgen. Von Birgit Sroka

Im Brachter Ortskern sind kurz vor Jahresende die ersten neuen Bänke aufgestellt worden. Die Sitzmöbel standen auf der Prioritätenliste, die nach der Fertigstellung des Dorfinnenentwicklungsplanes von der Interessengemeinschaft (IG) "Unser Bracht" schon vor einem Jahr erstellt wurde. Oben auf der Liste standen die Gestaltung des Bischof-Dingelstad-Platzes und die Umgestaltung des Parks am Nordwall. In einer Sitzung des Ausschusses für Wirtschaftsförderung, Stadtmarketing und Tourismus hatte die Gemeindeverwaltung kürzlich berichtet, dass der Bauhof keine Zeit habe, die neuen Bänke in Bracht zu montieren. Damals sicherte Wirtschaftsförderer Guido Schmidt zu, dass die Gemeinde eine Fremdfirma mit dem Aufbau der Bänke beauftragen werde, wenn absehbar sei, dass der Bauhof dies bis Ende des Jahres nicht schaffe.

Nun hatte die Verwaltung also die Aufstellung der Bänke durch eine Fremdfirma veranlasst. Dietmar Brockes, Gabi Assel, Hans-Peter Göppert und Stefanie Dreßen von der Gemeindeverwaltung "testeten" die neuen Möbel am "Wiesner Eck". Die Mitglieder der Interessengemeinschaft freuten sich sichtlich, dass es mit der Umsetzung der Prioritätenliste nun endlich voran geht. Drei Hockerbänke stehen dort, am Weizer Platz wurden zwei Hockerbänke aufgestellt. Eine Bank mit Rückenlehne gibt es in der Nähe der Volksbank, eine weitere Bank am Eingang der Königstraße. Weitere Bänke sollen folgen. "Das ist die erste sichtbare Maßnahme seit einem Jahr", stellte Brockes seufzend fest: "Alle kleineren Maßnahmen sind auf einem guten Weg."

Auch mit der Gestaltung des Bischof-Dingelstad-Platzes geht es voran: Dort wurden bereits Bäume gerodet, hinter der Kirchenmauer sollen einige Eiben zu Beginn des neuen Jahres entfernt werden. "Die Brachter sehen auch ein: Was weg muss, muss weg", so Assel. Denn der Blick auf die Kirche sollte freier werden. Derzeit macht der Platz einen sehr aufgeräumten, eher kahlen Eindruck. Brockes verspracht: "Es werden neue Pflanzungen kommen. Unter anderem eine Hecke am Parkplatz an der Stiegstraße und auf den Inseln am Kreisverkehr Westwall/Brüggener Straße." Im Januar sollen weitere Gespräche mit der Pfarrgemeinde folgen, denn die Gestaltung des Platzes sei abhängig von den Planungen der Pfarre, wie Brockes erläuterte. Das alte Pfarrheim sei verkauft worden, das neue Pfarrheim sei in Planung. "Wenn die neuen Pläne zur Umgestaltung vorliegen, wird die IG auch wieder aktiv werden", kündigte Brockes an. Andere Maßnahmen, die für den Ortskern vorgesehen waren, wie etwa die Umgestaltung des Platzes zwischen dem alten Bürgermeisteramt und dem ehemaligen Hotel König, sind abhängig von einer Förderung durch das Land. Vor rund zehn Monaten wurden die Möglichkeiten zur Ortsgestaltung angekündigt, doch noch immer sind die Förderrichtlinien nicht bekannt. "Das blockiert uns natürlich", so Assel.

Die Mitglieder der IG sehen mit Sorge auf die Feierlichkeiten 2016, wenn das Dohlendorf die urkundliche Ersterwähnung vor 900 Jahren begeht. Baustellen im Ortskern möchte dann keiner gerne haben. "Wir hoffen doch, bis zur 900-Jahr-Feier die eine oder andere Maßnahme umgesetzt zu haben", so Dreßen. Assel äußerte sich besorgt: "Das wird aber knapp."

Quelle: RP
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