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Schwalmtal
Ein Dankeschön für den Vize-Bürgermeister

Schwalmtal. Lange Zeit war Schwalmtals Bürgermeister schwer krank. Kurt van de Flierdt kümmerte sich in dieser Zeit um viele Aufgaben in der Gemeinde — oft ging das an die Grenzen seiner Kraft

Noch immer sind Kurt und Claire van de Flierdt gerührt, wenn sie an das Wochenende in Berlin denken: Das Waldnieler Ehepaar war zum Bürgerfest des Bundespräsidenten auf Schloss Bellevue eingeladen, zu dem Joachim Gauck Ehrenamtler einlädt, die sich in besonderer Weise um das Gemeinwohl verdient gemacht haben. Das Paar genoss die Tage in Berlin. "Wir haben ein traumhaftes Wochenende verbracht", schwärmt Claire van de Flierdt.

Uwe Schummer, Bundestagsabgeordneter der CDU aus dem Kreis Viersen, hatte dem Bundespräsidenten vorgeschlagen, Kurt van de Flierdt einzuladen. "Sehen Sie diesen Abend als besonderen Dank. Als Dankeschön dafür, dass Sie sich in den vergangenen Jahren so für unsere Heimat eingesetzt haben. Sie haben es sich verdient", schrieb Schummer an van de Flierdt. Und weiter: "Es macht mich stolz, dass der Kreis Viersen auf Menschen wie Sie setzen kann."

Kurt van de Flierdt, Stellvertreter von Bürgermeister Michael Pesch, hatte schon Peschs Vorgänger Reinhold Schulz als ehrenamtlicher Bürgermeister vertreten. Als Schulz erkrankte, übernahm van de Flierdt viele Aufgaben in der Gemeinde. Oft spürte er, wie die Arbeit an die Grenzen seiner Kraft ging. Doch van de Flierdt machte weiter - den Menschen in Schwalmtal zuliebe und dem Freund Reinhold Schulz zuliebe, der 2014 im Alter von 61 Jahren starb. "Viele haben mir im Nachhinein Danke gesagt", erinnert sich van de Flierdt. Für ihn war es selbstverständlich, die Aufgaben zu übernehmen, denn das hatte er Schulz versprochen. "Wenn man einem guten Freund etwas verspricht, dann versucht man auch, das zu halten", sagt Kurt van de Flierdt. Allen habe er es nicht recht machen können in dieser Zeit, doch er habe es versucht. "Und ich habe eine tapfere Frau gehabt, die das alles mitgetragen hat. Deshalb war ich auch so froh, mit ihr nach Berlin fahren zu können", sagt der Schwalmtaler.

Das große Dankeschön für sein Engagement erhielt er mit dem Besuch auf Schloss Bellevue. "Ich hätte im Traum nicht daran gedacht, so etwas erleben zu dürfen", erzählt der Schwalmtaler. Doch während der Reise habe er immer auch an Reinhold Schulz denken müssen: "Ich habe zu Reinhold immer gesagt: ,Wenn du gesund wirst, fahren wir nach Berlin.' Daran musste ich denken, als meine Frau und ich im Zug saßen."

(biro)
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