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Schwalmtal
Erweiterung der Kita St. Michael eingeweiht

Schwalmtal. Pastor Thorsten Aymanns segnete gestern die Räumlichkeiten im neuen Obergeschoss Von Heike Ahlen

Die Kinder der Bethanien-Kita St. Michael sind aufgeregt. Ihre neuen und umgebauten Räume kennen sie schon seit Beginn des Kindergartenjahres im Spätsommer, aber heute kommen eine Menge Erwachsene, um sie mit ihnen einzuweihen.

Zur Begrüßung singen sie "Wir feiern heut' ein Fest". Damit Pastor Thorsten Aymanns auch alle Kinder und Räume segnen kann, ziehen sie mit ihm durch das Gebäude und zeigen ihm alles, was neu ist. 68 Kinder besuchen die vier Gruppen der Einrichtung jetzt. Bethanien hat als größter freier Träger im Ort auf die steigende Nachfrage nach U3-Plätzen reagiert. In der Eulen- und der Igelgruppe sind die Unter-Dreijährigen untergebracht. Sie haben im Anbau ihre Schlafräume bekommen.

Ebenfalls neu ist die Aufstockung. Im neuen Obergeschoss ist ein Raum entstanden, in dem die Therapeuten mit den Kindern mit zusätzlichem Förderbedarf arbeiten. Außerdem gibt es dort jetzt einen Personalraum und einen Bereich, in dem die Mitarbeiterinnen an den Dokumentationen arbeiten können.

In den vorher schon vorhandenen Räumen ist jetzt vieles anders. Denn genau wie die anderen beiden Bethanien-Kitas in Schwalmtal hat auch die Kita St. Michael ein neues, teiloffenes Konzept. Für die Drei- bis Sechsjährigen gibt es nach wie vor die Mäuse- und die Elefantengruppe, aber die Türen sind offen. Jedes Kind hat feste Bezugserzieher, die nicht nur Ansprechpartner sind, sondern auch die Entwicklung jedes Kindes im Blick behalten. Die Kinder können frei wählen, ob sie im Kreativbereich, im Konstruktionsraum oder bei den Bewegungsangeboten dabei sein wollen. "Wir sind der Meinung, dass die Leistungen und Fähigkeiten der Kinder steigen, wenn sie Spaß an dem haben, was sie tun", sagt Katrin Wohkittel, die Gesamtleiterin aller drei Bethanien-Kitas.

Natürlich werde darauf geachtet, dass die Kinder im Laufe ihrer Kindergartenzeit alle Fähigkeiten für die Schulreife entwickeln. Die Angst einiger Eltern, das neue Konzept könne vielleicht nicht so gut fördern wie das alte, konnten die Erzieherinnen in Gesprächen nehmen.

Für die Kinder sind die neuen Erfahrungen gar nicht so fremd. Sie haben an der Umgestaltung mitgewirkt, auch die neuen Regeln - es sind mehr als vorher - mit entwickelt. Das sei ein erster Schritt auch in Richtung Beteiligung und Demokratie für die Kinder.

Quelle: RP
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