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Niederkrüchten
Grüne für, CDU gegen Gemeinschaftsschule

Niederkrüchten. Pro und Kontra Gemeinschaftsschule: In kontroversen Stellungnahmen sprechen sich die Niederkrüchtener Bündnis-Grünen für die Schulform aus, die CDU dagegen möchte Real- und Hauptschule erhalten. Nach den Prognosen des Schulentwicklungsplanes wird es für das Schuljahr 2012/13 nur noch 36 Anmeldungen für die Realschule geben. Nötig wären 56. "Als eigenständige Schule in Trägerschaft der Gemeinde kann die Realschule nicht weiterbestehen", hatte Bürgermeister Herbert Winzen Klartext geredet. Für den Erhalt der Realschule hatten am 8. Oktober rund 250 Schüler, Eltern und Lehrer in Niederkrüchten demonstriert.

Marianne Lipp, Grünen-Fraktionsvorsitzende im Niederkrüchtener Rat, sieht mit Blick auf zurückgehende Schülerzahlen in der Gemeinschaftsschule "eine Chance, für Niederkrüchten eine moderne und zukunftsorientierte Schule anzubieten – für junge Familien eine wirkliche Alternative". Einen mittelfristigen Verlust im Bereich der Sekundarstufe I könnte die Gemeinde "durch eine mutige Entscheidung für ein neues zusammen Lernen verhindern", meint Lipp in der Stellungnahme der Bündnis-Grünen. Ein längeres gemeinsames Lernen ermögliche mehr Schülerinnen und Schülern höhere Abschlüsse. Besonders Begabte lernten in einer Gemeinschaftsschule zusammen mit Schülern, "die noch nicht soweit sind" – beide würden individuell und gezielt gefördert.

Kooperation mit Schwalmtal?

"Wir brauchen unsere Real- und Hauptschule" fordert dagegen CDU-Vorsitzende Nicole Scholz. Ihre Fraktion habe im Rat dem Vorschlag nicht folgen können, mit der Bezirksregierung die Voraussetzungen für den Modellversuch "Gemeinschaftsschule" zu schaffen. Erst sollten alle Möglichkeiten zum Erhalt beider Schulen ausgeschöpft werden. Scholz: "Der erst vor kurzem vorgelegte Schulentwicklungsplan und die Frist für die Beteiligung an einem Modellversuch zum 31. Dezember 2010 bringen einen Zeitdruck in die Entscheidungsfindung, der bei einem so wichtigen Thema nicht zielführend ist." Grundsätzlich zwinge der Rückgang der Schülerzahlen zu einer Entscheidung. Aber man dürfe nicht den Blick von den Kindern wenden. Nicole Scholz plädiert für eine Kooperation: "Der Bürgermeister wurde beauftragt, alle Möglichkeiten auszuschöpfen, um die Schulen zu erhalten. Hierbei kann eine Kooperation mit Schwalmtal ein reeller Lösungsansatz sein."

Quelle: RP
 
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