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Viersen
Herbe Passionsmusik in der Remigiuskirche

Viersen. Viersen Nicht oft dürfte es vorkommen, dass sich ein Dirigent bei Konzertbeginn ins Publikum begibt, um sich die Musik anzuhören. Der seltene Fall trat am Palmsonntag in der Remigiuskirche ein. Aufgeführt wurde Dietrich Buxtehudes "Membra Jesu nostri", eine Zusammenstellung von sieben Kantaten. Jede ist einem Körperteil des gekreuzigten Christus gewidmet. Am Anfang steht eine "Sonata", eine instrumentale Einleitung. Die war mit Gamben-Besetzung zu hören. Das "Consortium musicum", angeführt von Lutz Heiwolt, bewährte sich mit historischen Instrumenten in der Folge als Begleitensemble.

Das Werk beeindruckte durch seine eindringliche, herbe Strenge. Tonfolgen und Harmonien dürften für die Mitwirkenden recht ungewohnt gewesen sein. Um so mehr ist die Leistung zu würdigen. Der Chor, die "Kurrende Viersen", trug die schwierigen Partien sicher vor. Tadellos besetzt waren die Vokalsolisten mit Sylvia Bodamer und Christine Léa Meier (Sopran), Esther Borghorst (Alt), Nedialko Peev (Tenor) und Volker Mertens (Bass). Die Rolle des entspannten Zuhörers konnte sich Thorsten Konigorski nach der Einleitung nicht mehr leisten. Engagiert leitete er die Aufführung. gho

Quelle: RP
 
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