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Niederkrüchten
Neues Forscher-Labor für die "Waldbären"

Niederkrüchten. Eigeninitiative macht es möglich: 19 Kinder können jetzt noch besser die Natur erkunden Von Heike Ahlen

Anderthalb Jahre Planung, Genehmigungen und Handarbeit liegen hinter vielen Eltern der Kindertageseinrichtung "Waldbär". Das Ergebnis ist nun nicht zu übersehen. Es leuchtet in Blau und Weiß neben dem Blockhaus, das der 1997 gegründeten Einrichtung als Behausung dient, wenn die 19 Kinder gerade nicht im Wald unterwegs sind.

Als kleine Forscher sind die Mädchen und Jungen immer schon unterwegs. In diesem Jahr durften sie selbst einen kleinen Kartoffelacker bestellen und von der Aussaat bis zur Ernte jeden Schritt erleben. Im vergangenen Jahr haben sie die Haltbarkeit von Eisblöcken in Experimenten erforscht.

Jetzt haben sie neue Möglichkeiten, um die Natur zu entdecken: ein eigenes Forscherlabor. Vor allem die Mikroskope haben es den "Waldbären" angetan. Helene beugt sich ganz tief darüber, und versucht, auf dem vorbereiteten Präparat etwas zu erkennen. Vater Sascha Burken hat das zweite Mikroskop mit einem Laptop verbunden, so dass mehrere Kinder gleichzeitig die feinen Härchen am Fliegenbein bestaunen können. Die nächsten Dinge, die unter das Mikroskop kommen, müssen die Mädchen und Jungen draußen erst noch finden, bevor sie unter das Mikroskop kommen. Vielleicht werden es die ersten herbstlichen Blätter sein.

Möglich geworden ist das große Projekt durch eine gewaltige Anschubfinanzierung. Ein Unternehmen, für das einer der Väter arbeitet, verfügt über eine Stiftung und konnte so einen maßgeblichen Beitrag leisten. Viele örtliche Unternehmen - unabhängig davon, ob ihre eigenen Kinder die Kindertagesstätte besuchen oder nicht - haben zusätzlich mit angepackt. Dabei ging es nicht nur um finanzielle Unterstützung, sondern um praktische Arbeiten, wie die Elektroinstallation oder die Fenster- und Malerarbeiten.

Als die Bretter ihren Außenanstrich in der Malerwerkstatt eines Vaters bekamen, durften die "Waldbären" auch selbst mit Hand anlegen und zu den Pinseln greifen. So fühlen sich die Kleinen ihrem neuen Labor besonders verbunden: Das, was man selbst mit hergestellt hat, würdigt man auch.

Quelle: RP
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