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Niederkrüchten
Niederkrüchtens Kleinod strahlt wieder

Niederkrüchten. Mit der Neugestaltung des Lindbruchs ist der Übergang zwischen Dorf und Natur fließend geworden. Am Nordufer stehen junge Kopfweiden, ein neuer Weg führt um das Gewässer Von Jochen Smets

Das Schmuckstück hatte einiges von seinem Glanz verloren. Ein wenig verkümmert lag es da, bedrängt von Wildwuchs und Vandalismus. Doch nun strahlt Niederkrüchtens Kleinod wieder. Die letzte Bauphase der Umgestaltung des Lindbruchs ist abgeschlossen. Und das Ergebnis kann sich im wahrsten Sinne des Wortes sehen lassen.

Ganz neue Ein- und Ausblicke tun sich zum Beispiel von der Rathausstraße auf, wo bisher dichte Baumriegel und Gestrüpp die Sicht verstellten. Das Gestrüpp ist weg, der Baumbestand gelichtet, und nun schweift der Blick ungehindert über ein herrliches Stück Natur mitten im Dorfzentrum.

Am promenadenartigen Nordufer säumen junge Kopfweiden den Weg. Auf der erneuerten Holzbrücke und dem Holzsteg in der Mitte des Lindbruchweihers sorgen Stahlgeländer und -bänke für Materialkontraste. "Das ist nicht nur optisch reizvoll, sondern außerdem maximal pflegeleicht und vandalismussicher", sagt Hermann Derix vom Bauamt der Gemeinde. Der kaputte Pflaster-Rundweg um den Westteil des Weihers ist verschwunden. Hier führt stattdessen ein neuer Weg mit wassergebundener Decke holper- und stolperfrei um das Gewässer. Mächtige Felsblöcke bilden eine ebenso stabile wie pittoreske Uferbefestigung. Dazwischen ranken zarte Schilfhalme und andere Wassergewächse empor.

Vom Bauausschuss, der das Werk vor seiner jüngsten Sitzung in einem Ortstermin begutachtete, gab es reichlich Lob für die Maßnahme. Das bezog sich nicht auf die gelungene Umsetzung, sondern auch auf eine damit verbundene kräftige Einsparung: Statt der im Haushalt veranschlagten 147.000 Euro kostete dieser Bauabschnitt nur gut 99.000 Euro. Dies lag nicht zuletzt daran, dass das Projekt mit eigenen Leuten vom Bauhof umgesetzt wurde, erläuterte Derix im Ausschuss.

Die Neugestaltung des Lindbruchs basiert auf Entwürfen des Landschaftsplaners Andreas Hermanns, der auch den 2013 abgeschlossenen ersten Bauabschnitt betreut hatte. In diesem ersten Teil ging es unter anderem darum, Lindbruchplatz und Lindbruchweiher wieder stärker miteinander zu verbinden. Dazu wurde der Zuweg am Nordostrand neu angelegt. Über ein Holzdeck dockt der Weiher gewissermaßen an den Lindruchplatz an. Der Übergang zwischen Dorf und Natur ist fließend geworden.

Quelle: RP
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