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Brüggen
Pfarrheim-Bau beginnt in Bracht

Brüggen: Pfarrheim-Bau beginnt in Bracht
So soll der Bischof-Dingelstad-Platz im Brachter Ortskern einmal aussehen. Hinten rechts im Bild: das Pfarrheim, das zwischen dem Platz und dem alten Pfarrhaus errichtet wird. FOTO: Hermanns Landschaftsarchitekten
Brüggen. Am Samstag war Spatenstich auf dem Bischof-Dingelstad-Platz. Bis voraussichtlich November 2018 soll das neue Pfarrheim der katholischen Pfarrgemeinde St. Mariä Himmelfahrt fertig sein. Auch der Platz wird umgestaltet Von Birgit Sroka

Franz-Josef Kaumanns, stellvertretender Vorsitzender des Kirchenvorstands, begrüßte beim symbolischen Spatenstich für das neue Pfarrheim die Gäste freudig mit den Worten: "Et jeet loss. Alle derzeitigen Hürden haben wir überwunden." Nach dem Verkauf des sanierungsbedürftigen Pfarrzentrums der Kirchengemeinde St. Mariae Himmelfahrt in Brüggen-Bracht wird unmittelbar an der prägenden Umfassungsmauer des ehemaligen Kirchhofs der Pfarrkirche ein neues und kompaktes Pfarrheim gebaut. Der eingeschossige Neubau bildet den baulichen Abschluss des Bischof-Dingelstad-Platzes, der im Zuge des Dorfinnenentwicklungsplanes (DIEP) umgestaltet wird.

Bürgermeister Frank Gellen (CDU) gratulierte zum guten Entschluss, ein neues Pfarrheim zu bauen. "Das ist das, was wir im Rahmen des DIEP als Kernaufgabe gesehen haben. Ich glaube, wenn wir hier alles hinter uns haben, ist das eine Menge, was wir für Bracht getan haben", so Gellen. Dietmar Brockes, Interessensgemeinschaft "Unser Bracht", erinnerte an den Beginn des DIEP mit der ersten Arbeitskreissitzung vor fünf Jahren am 9. Januar 2013. Brockes hofft, dass das Dohlenfest 2019 schon auf dem neu gestalteten Platz durchgeführt werden kann.

Der Bau des neuen Pfarrheims ist die dritte Maßnahme, die im Rahmen des DIEP umgesetzt wurde. Die erste Maßnahme war die Gestaltung des Spielplatzes am Nordwall. Als zweite Maßnahme wurde der Vorplatz des ehemaligen Bürgermeisteramtes neu gestaltet.

Beim Spatenstich (v.l.): Dietmar Brockes (Vorstand IG Unser Bracht), Christina Jansen (Leitungsteam der Pfarrgemeinde), Gregor Dewey (Architekt), Frank Gellen (Bürgermeister), Frans-Josef Kaumanns (stellvertretender Kirchenvorstand), Ronja Danner (Architektin). FOTO: Jörg Knappe

Der Pfarrheim-Neubau wird einen teilbaren Pfarrsaal, Gruppenräume, eine Küche und Nebenräume erhalten. Insgesamt soll die Nutzfläche 265 Quadratmeter betragen. Der umbaute Raum umfasst dabei 1320 Kubikmeter. Die Baukosten werden aktuell auf 740.000 Euro festgelegt und die Fertigstellung ist für November 2018 geplant. Der Haupteingang und der Pfarrsaal orientieren sich zum Bischof-Dingelstad-Platz, die Gruppenräume mit der Küche zum halböffentlichen Innenhof - zwischen dem Neubau und dem ehemaligen Pfarrhaus. Dort soll ein naturnaher Raum in Anlehnung an die dörflichen Streuobstwiesen mit einem Pfarrhof entstehen. Die östlich gelegene Pfarrwiese soll bleiben. Ebenso bleibt die angrenzende Scheune erhalten und soll weiter als Lagerfläche genutzt werden. Das an das neue Pfarrheim angrenzende Pfarrhaus steht unter Denkmalschutz. Unten befindet sich ein Büro, in der ersten Etage eine Wohnung.

Gebaut wird nach neusten Energiesparstandards. Eine Luftwasserwärmepumpe beheizt das Gebäude. Die Fassade des Neubaus besteht aus einem zweischaligen Ziegelsteinmauerwerk. Alle Planungen wurden mit der Denkmalpflege und dem Bistum Aachen abgestimmt. Bauherr ist die Katholische Kirchengemeinde St. Mariä Himmelfahrt Brüggen-Bracht. Mit der Planung beauftragt wurde das Architekturbüro Dewey und Blohm-Schröder aus Viersen. Die Architekten Gregor Dewey und Ronja Danner haben die Projektleitung.

Quelle: RP
 
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