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Brüggen
Politiker fahren am Samstag von Spielplatz zu Spielplatz

Brüggen. Für Spielgeräte am Lindenweg gibt es noch 30.000 Euro

Der Spielplatz am Lindenweg in Brüggen soll im kommenden Jahr komplett sein. Anwohner haben mit Unterstützung der Gemeinde begonnen, die Anlage neu zu gestalten. Von den Haushaltsresten des Jahres 2016 waren eine Rutsche, ein Spielhaus und ein Sandkasten für insgesamt 6900 Euro angeschafft worden. Der Bauhof der Gemeinde stellte Bänke zur Verfügung, Anwohner packten mit an und bauten sie auf. Für 5000 Euro wurde ein Spielturm errichtet. Für weitere Spielgeräte im Wert von 18.000 Euro sind Angebote eingeholt werden - etwa Seilbahn, Trampolin, Nestschaukel, Matschanlage sowie ein Häuschen für Spielgeräte, dessen Schlüssel die Anwohner selbst verwalten wollen.

Vor der jüngsten Sitzung des Ausschusses für Jugendpflege und Sport informierten sich die Ausschussmitglieder auf dem Spielplatz über den Fortgang der Arbeiten. "Der Spielplatz wird jetzt gut angenommen von den Kindern, auch die Nachbarn wollen hier weiter aktiv bleiben", berichtete Anwohner Wolfgang Bonsels, der für das kommende Jahr ein Nachbarschaftsfest auf der Anlage ankündigte. "Das ist einer der wenigen Spielplätze, der schön gelegen ist und mit Bäumen auch gut beschattet wird", lobte der Ausschussvorsitzende Helmut Stoffers (FDP).

Endgültig fertiggestellt sein soll der Spielplatz im kommenden Jahr. Für die Verschönerung des Geländes waren im Haushalt 2017 noch 30.000 Euro eingeplant, sie sollen nun in das Haushaltsjahr 2018 übertragen werden. Dafür sprach sich der Ausschuss in der Sitzung einstimmig aus. Der Ausschuss hatte zuletzt in seiner Sitzung im Februar keine Entscheidung getroffen, wie mit den Mitteln für die Spielplatz-Instandsetzung für das Jahr 2017 zu verfahren sei. Daher hatte die CDU beantragt, jetzt über die Mittel zu entscheiden. "Wir sind der Meinung, dass die Spielplätze nacheinander und vernünftig instandzusetzen sind", begründete Thomas Schmidt, Fraktionsvorsitzender der CDU, den Antrag. "Würden wir bei dem ohnehin geringen Mittelansatz nach dem ,Gießkannenprinzip' vorgehen, wäre eine wirkliche Verbesserung wahrscheinlich auf keinem der Spielplätze festzustellen."

In der Sitzung schlug Dietmar Brockes (FDP) vor, eine Prioritätenliste anzulegen, "dann weiß jeder, welcher Spielplatz wann dran ist". Jochen Paal-Schaumburg (Grüne) erinnerte daran, dass seine Fraktion bereits im Februar ein Gesamtkonzept für die Spielplätze gefordert hatte. Zunächst eine "einzelne Gruppe zu bedienen", sei eine "Verzögerungstaktik". Schmidt erklärte, der Bauhof wisse am besten, welcher Spielplatz wann ertüchtigt werden müsste, Paal-Schaumburg sprach sich für eine Ertüchtigung nach Besucheraufkommen aus. Der Ausschuss will nun am kommenden Samstag die übrigen Spielplätze in der Gemeinde besichtigen.

(bigi)
 
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