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Schwalmtal
Schwalmtal geht optimistisch ins Jahr

Schwalmtal: Schwalmtal geht optimistisch ins Jahr
Das Team der Boutique "Wie neu", die beiden Zwar-Basisgruppen aus Waldniel und Amern sowie die Mundartgruppe des Heimatvereins Waldniel zeichnete die Gemeinde Schwalmtal für ihr unterschiedliches Engagement aus. FOTO: Ahlen
Schwalmtal. Ein weltoffenes Schwalmtal ohne Platz für Fremdenfeindlichkeit stand im Mittelpunkt des Neujahrsempfangs. Bürgermeister Michael Pesch ehrte für die Gemeinde verschiedene, ehrenamtlich tätig Gruppen. Von Heike Ahlen

"Weit nach vorne gehen, weit kommen, das ist ein gutes Ziel für ein neues Jahr", sagte Schwalmtals Bürgermeister Michael Pesch beim Neujahrsempfang der Gemeinde. 2015 sei, wirtschaftlich gesehen, ein gutes Jahr gewesen. "Auch Schwalmtal hat von der guten konjunkturellen Lage profitieren können", so Pesch. Doch bleibe die Haushaltslage angespannt. Im Februar sei man von einem Defizit von rund 2,6 Millionen Euro ausgegangen. Ertragssteigerungen, Aufwandskürzungen und vor allem eine Stabilisierung der Gewerbesteuer habe zur Folge, dass das Defizit vermutlich nur noch 2,08 Millionen Euro betrage.

Es seien wichtige Projekte in Gang gesetzt oder verwirklich worden, "die den Bürgern mehr Lebensqualität bringen und die den Standort Schwalmtal stärken", sagt der Bürgermeister. So sei ein Einzelhandelskonzept angeschoben worden. Die Weiterentwicklung des Baugebiets Zum Burghof lasse erwarten, dass dort spätestens ab Anfang 2017 gebaut werde. Für die weitere Entwicklung des Geländes der ehemaligen Rösler-Draht AG liefen Abstimmungsgespräche mit Grundstückseigentümern. Der Wertstoffhof im Gewerbegebiet auf dem Mutzer, der Baubeginn für den Radweg in Dilk-rath, die Eröffnung der Dauerausstellung mit Werken des Künstlers Reiner Lichtenscheidt im Rathaus, die Tage der Kunst, der Mehrgenerationen-Spielplatz auf dem Markt, der neue Gerätewagen der Feuerwehr und die Umgestaltung des Platzes vor dem Solarbad seien weitere positive Aspekte des Jahrs 2015.

Michael Pesch zeichnete ein positives Bild der Gemeinde. FOTO: Ahlen, Heike (hah)

Die größte Herausforderung sei aber die Aufnahme von Flüchtlingen gewesen - und werde es auch weiterhin sein. Als Pesch von den vielen ehrenamtlich tätigen Helfern sprach, brandete spontan Applaus auf. "Es war und ist für uns selbstverständlich, Menschen in Not, die vor Bomben, vor Terroranschlägen, vor Verfolgung flohen, zu helfen." Schwalmtal sei eine weltoffene und humane Gemeinde, in der für Fremdenfeindlichkeit kein Platz sei.

In diesem Jahr soll in Schwalmtal der Glasfaserausbau anlaufen - vor-aussichtlich ab Anfang Februar in Lüttelforst. Ein neues Löschfahrzeug für die Feuerwehr in Hehler und ein Mannschaftstransporter für die Jugendfeuerwehr stehen auf der Beschaffungsliste für dieses Jahr.

Mit dem Ehrenpreis der Gemeinde sind beim Neujahrsempfang drei Gruppen ausgezeichnet worden: Das Team der Kinder- und Jugendboutique "Wie neu", die Zwar-Basisgruppen Amern und Waldniel und die Mundartgruppe des Heimatvereins Waldniel.

Zwölf Frauen bilden das Team von "Wie neu". Die Boutique, die vom Kinderdorf Bethanien und dem Schwalmtaler Bündnis für Familien betrieben wird, ist im Oktober 2012 eröffnet worden und bietet alles rund ums Kind - gebraucht und zu sehr niedrigen Preisen. Der Verkaufserlös fließt in Projekte für Menschen in Schwalmtal. Die Zwar-Basisgruppen für Menschen "zwischen Arbeit und Ruhestand" gibt es in Schwalmtal bereits seit 2002. Die Gruppen sind Ausgangspunkt für viele Aktivitäten vom Radfahren über Wandern und Kochen bis zum Sprachunterricht.

Die Mundartgruppe des Heimatvereins hielt für die Besucher des Empfangs etwas Besonderes bereit: Gemeinsam mit dem Publikum sangen die Mitglieder auf die Melodie von "Hänschen klein" von den Vorlieben und Schimpfwörtern der "Neller".

Für den musikalischen Rahmen des Empfangs sorgte unter großem Applaus die Band "La Taste".

Quelle: RP
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