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Viersen
Skateranlage: Noch im Bau, schon kaputt

Viersen: Skateranlage: Noch im Bau, schon kaputt
Die derzeit im Bau befindliche Skateranlage am Hohen Busch ist bereits vor der Eröffnung irreparabel beschädigt. FOTO: Franz-Heinrich Busch
Viersen. Weil Unbekannte Folien auf der Baustelle am Hohen Busch entfernten, trocknet der Beton der rund 150.000 Euro teuren Skateranlage nicht gleichmäßig. An diesen Stellen wird der Beton künftig immer wieder reißen Von Martin Röse

Die derzeit im Bau befindliche, 350 Quadratmeter große Skateranlage am Hohen Busch ist bereits vor der Eröffnung irreparabel beschädigt worden. Das teilte gestern Nachmittag die Stadtverwaltung mit. "Am vergangenen Wochenende haben Unbekannte die Baustelle der neuen Skateranlage am Hohen Busch betreten", erklärte Stadtsprecher Frank Schliffke. "Sie haben die Abdeckplanen über den Betonteilen entfernt und die noch unfertige und nicht freigegebene Anlage benutzt."

Mit mehrjähriger Verzögerung war im März der Grundstein für die neue Skateranlage gelegt worden. Die Skater selbst hatten mitentschieden, wie die rund 150.000 Euro teure Anlage aussehen soll. Im Prinzip handelt es sich um eine gigantische Betonskulptur, in die die einzelnen Elemente für die Skater wie Half Pipe oder Bench - eine Rampe, die den Skatern Möglichkeiten für Stunts bietet - fest integriert sind. Im kommenden Monat soll die Anlage eröffnet werden.

Durch die Aktion am vergangenen Wochenende seien nicht zu reparierende Schäden an der Anlage entstanden, so der Stadtsprecher. "Der noch frische Beton war mit Planen abgedeckt, damit er gleichmäßig durchtrocknet", erklärte Schliffke. "Nachdem die Folien entfernt wurden, trocknet die Oberfläche zu schnell ab. Dadurch bilden sich Risse."

Diese Risse werden nun, so weit technisch möglich, nachgearbeitet. "Die optischen und technischen Mängel sind aber von Dauer", so der Stadtsprecher. Und es gibt noch ein Problem: Der Beton an den geschädigten Stellen wird künftig immer wieder reißen. Die Folge wird sein, dass die Skater-Anlage häufiger wegen Reparaturarbeiten gesperrt werden muss.

Die Stadt Viersen betonte gestern, dass sie in der Zusammenarbeit mit der Skater-Community bisher durchweg gute Erfahrungen gemacht habe. Auch der Bau der neuen Anlage wurde und werde von der übergroßen Mehrheit mit Interesse, Engagement und Respekt begleitet. Schliffke sagt: "Umso bedauerlicher ist es aus Sicht der Stadt, dass nun durch eine solche Aktion Einzelner letztlich der gesamten Gemeinschaft der Skater ein Bärendienst erwiesen wurde."

Quelle: RP
 
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