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Viersen
Thomas von Kempen entdecken

Viersen. Gerade einmal die ersten elf Jahre seines Lebens verbrachte Thomas Hemerken in Kempen. 1379 oder 1380 wurde er hier geboren. Und doch brachte er d Kempen den Namen Thomasstadt ein. Denn er verfasste das berühmte Buch der "Nachfolge Christi". Dies gehört nach der Bibel noch immer zu den meistgedruckten und in viele Sprachen übersetzten Büchern

Ist er im Stadtbild präsent?

Vieles erinnert in Kempen an Thomas. Natürlich wurde eine Straße nach ihm benannt. Das ehrwürdige Gymnasium Thomaeum trägt seinen Namen. Am Thomas-Denkmal neben der Kirche kommt keiner vorbei. Unübersehbar sitzt er dort seit 1901 auf seinem Sockel. Die evangelische Kirche wurde nach ihm benannt - aber auch der Thomasbitter, ein Kräuterlikör.

Was macht aber den bis heute währenden Erfolg seiner "Nachfolge Christi" aus?

Sie ist zum einen gut lesbar, eigentlich kann sich jeder in dem Buch wiederfinden. Vielleicht ist es seine niederrheinische Herkunft, die Thomas da mit verarbeitet hat. Bodenständigkeit gepaart mit Weitblick.

Wer kümmert sich um das Erbe von Thomas?

Drei Organisationen in Kempen widmen sich dem Andenken von Thomas. Die Thomas-Stiftung Kiefer wurde 1979 gegründet. Ihr Ziel ist es die Verbreitung seiner Schriften zu fördern. Das Thomas-Archiv im Kramer-Museum, 1987 gegründet, widmet sich der wissenschaftlichen Erforschung der Werke. Es ist allerdings wegen des Museumsumbaus zurzeit geschlossen. Der Thomas-Verein, gegründet 1993, versteht sich als Ergänzung der beiden anderen Institutionen. Er will durch Vorträge und Schriften die Erinnerung an Thomas aufrecht erhalten.

(sr)
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