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Viersen
Viele Namen sind verschwunden

21 der insgesamt 30 Wirtschaften Brachts waren schon 1945 wieder eröffnet. 1969 hatten noch 26 Wirtschaften eine Konzession, vier von ihnen besaßen einen Saal: Maubach in Börholz, Optenplatz in Alst, Linssen-Kessels auf der König- und Szillat (Platen) an der Stiegstraße.

Das Kneipensterben nahm erst in den letzten drei Jahrzehnten seinen Lauf. Der beliebte Saal Linssen, der 1978 ein Dreivierteljahrhundert alt wurde, galt einmal als erste Adresse für Konzerte, Theateraufführungen und Karnevalsfeiern. 1981 wurde er anderweitig verpachtet, womit im Dorf kein Saal mehr existierte - bis 1989 der Bürgersaal eröffnet wurde.

Das Hotel König, früher gesellschaftlicher Mittelpunkt, wechselte nach dem Krieg x-mal den Pächter und wurde 1991 endgültig geschlossen. Das Gebäude kam unlängst noch einmal in die Schlagzeilen, als es zu Todesfällen in einer dort angesiedelten alternativen Krebsklinik kam. Nach 106 Jahren Bestehen schloss auch die Gaststätte Maubach in Boerholz 2002 ihren Gastbetrieb. Die Familie Optenplatz zog sich 2012 aus ihrer Gaststätte in Alst zurück, die von Dirk Wilms weiter betrieben wurde. Aktuell sieht es aber so aus, als ob Wilms zum Ende des Jahres dort aufhört. Der Theaterverein "Einigkeit", der seit Jahrzehnten in Alst spielt, kündigt als nächsten Aufführungsort für das kommende Frühjahr schon den Bürgersaal an.

Doch es gibt auch Lichtblicke: Seit 2003 gibt es im Christenfeld die Eventgastronomie "Le Maitre". Im Mai eröffnete Silke Beckstedde ihr "Café Bürgermeisteramt" im Herzen des Dorfes. Im "Marktjournal" können die Brachter auch heute noch ein Bierchen trinken wie auch in der gegenüberliegenden "Ratsstube".

Quelle: RP
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