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Wassenberg/Hückelhoven
Baufortschritte an Synagogengasse und neuem Wohnviertel Ruraue

Wassenberg/Hückelhoven: Baufortschritte an Synagogengasse und neuem Wohnviertel Ruraue
Blick auf die Baustelle am Fuß des Wassenberger Burgbergs, wo eine kombinierte Parkplatz/Parkanlage entsteht. Links ist die Grundfläche der früheren Synagoge sichtbar. Dort wird ein Erinnerungsbereich geschaffen. FOTO: Jürgen Laaser
Wassenberg/Hückelhoven. In Wassenberg wird das Areal am Fuß des Burgbergs jetzt gestaltet. In Hückelhoven wachsen die Neubaugebiete, emsig gearbeitet wird am Schulzentrum Ratheim und dem Bürgersaal in Rurich. Von Angelika Hahn und Gabi Laue

Längst nicht jeder macht in diesen Tagen Ferien, auf so machen Baustellen in Hückelhoven und Wassenberg tut sich was. Dies gilt ganz besonders für die seit Jahren hässlich klaffende Bergschadensbrache an Roermonder Straße und Synagogengasse am Fuß des Wassenberger Burgbergs.

Dort sind die Erdarbeiten für die Gestaltung des in eine Grünanlage eingebetteten Parkplatzes und die Synagogengedenkstätte seit Mai im Gange. Ende September soll das multifunktionale Areal fertig sein, das auch in Feste einbezogen werden kann und eine neu gestaltete Fußgänger-Verbindung zwischen Roßtorplatz und Burg umfasst.

Derzeit ist noch Fantasie gefragt, aber die Umrisse der früheren Synagoge sind schon sichtbar. Natursteinsäulen an den vier Ecken und eine Eibenhecke werden das Areal, das von seinem früheren Eingang (Richtung Roßtorplatz) aus zu betreten sein wird, wieder sichtbar machen. Fundamentreste und Erläuterungstafeln, die der Wassenberger Heimatvereins gestaltet, sollen zum Innehalten einladen.

Vom Planungsbüro Joachim Scheller stammt das Konzept für das neugestaltete Verbindungsstück zwischen Innenstadt und Burg. 28 Parktaschen werden durch eine Einbahnstraße erschlossen und mit Bepflanzung und Bäumen eingefasst. Hof und Privatparkplätze des Praxisneubaus Dr. Beckers sind ins Gestaltungskonzept eingebunden. Der Eingang zum Areal wird als Baumtor gestaltet, die Synagogengasse teilweise neu gepflastert. Der heute noch zugemauerte Synagogeneingang in der Mauer wird zu einem Parkweg mit Bänken geöffnet, erläutert Scheller.

In Hückelhoven ist ein Neubaugebiet erschlossen, wurden Straßen saniert und der lange geschlossene Bürgersaal Rurich auf Vordermann gebracht. Auch in den Ferien wurde an der "Großbaustelle Schuluzentrum Ratheim" gearbeitet.

Die Stadt kann sich auf etliche Neubürger einstellen. Die Erschließung im Baugebiet Krickelberger Bruch wurde gerade abgeschlossen, die Grundstücksvermarktung läuft. "Das Interesse an Grundstücken ist groß", sagt Wilfried Welfers, Amtsleiter für Tief- und Straßenbau. Herausragend ist aktuell das Neubaugebiet Ruraue mit 90 Baustellen. Hier legt die Stadt den Kanal, die Hälfte der Straßen, die jetzt angelegt werden, erhalten Pflaster.

"Zum 1. Januar 2016 kann mit den privaten Hochbauten begonnen werden", schätzt der Amtsleiter. Die Wohnlage dürfte begehrt sein: nah an der Innenstadt und ebenso naturnah mit der Rur vor der Tür. Die mit 800 000 Euro aufgemöbelte Neustraße in Brachelen ist gerade fertig geworden. Straßensanierungen und Reparaturdecken machen ein großes Paket aus. Nach Einschätzung von Welfers hat sich die Sommerhitze hier sogar positiv ausgewirkt: Bei hohen Temperaturen werde der Belag weich und könne sich durch Befahren verdichten.

Im Schulzentrum Ratheim, wo Mitte Juni Richtfest am 4. Bauabschnitt gefeiert wurde, entstehen 15 Klassen, drei Differenzierungsräume, Verwaltungsbüros, ein Pausenverkaufsraum und neue Toiletten. Wenn die Schüler aus den Ferien in ihre Container zurückkehren, werden sie an der Baustelle wieder Fortschritte sehen können. Am Bürgersaal Rurich ist in den letzten vier Wochen emsig gearbeitet worden - hier war ein neues Dach fällig. Nach der Sommerpause steht der Spatenstich für das neue Sportlerheim in Baal an. Für die Ortsumgehung L 117n, erwartet Welfers, könnten ab Oktober die Bagger anrollen. "Wir sind intensiv dabei, auszuschreiben und fertig zu planen."

Quelle: RP
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