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Wassenberg
Weg frei für Ortsumgehung Wassenberg

Wassenberg: Weg frei für Ortsumgehung Wassenberg
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Wassenberg. Die Bundestagsabgeordneten Wilfried Oellers (CDU) und Norbert Spinrath (SPD) überbrachten gestern ersehnte Nachrichten aus Berlin: Die B 221n kann jetzt gebaut werden. Rund 30 Millionen Euro liegen auf dem "Baukonto". Von Gabi Laue

Vierzig Jahre Warten haben ein Ende: Das Geld für den Bau der B 221n steht bereit. Mit dieser frohen Kunde meldeten sich gestern Mittag die beiden Bundestagsabgeordneten für den Kreis Heinsberg aus Berlin. Auf einer Informationsveranstaltung mit Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) wurden alle Projekte bekanntgegeben, die der Bund aus den Mitteln des Nachtragshaushalts nun realisieren möchte. Die Ortsumgehung Wassenberg ist dabei, so werden die benötigten mehr als 30 Millionen Euro in den Kreis fließen.

"Für den Bund hat die B 221 im deutsch-niederländischen Grenzraum eine besondere Bedeutung. Nun wird das vorletzte Teilstück für eine durchgängige, bedarfsgerechte B 221 ohne Ortsdurchfahrten in Angriff genommen", teilte MdB Wilfried Oellers (CDU) mit. "Ziel dieser seit Jahrzehnten erhofften Investition in die Infrastruktur ist die Entlastung der Anwohner, Entschärfung eines Gefahrenpunktes sowie die Erhöhung des Verkehrsdurchflusses auf der B 221", so der Abgeordnete weiter. Über den jetzt absehbaren Baubeginn - Straßen NRW steht schon in den Startlöchern - hatte er Bürgermeister Manfred Winkens sogleich telefonisch informiert. Der Landesbetrieb sei bestrebt, mit der Realisierung des Projekts zeitnah zu beginnen. "Wir haben es gehofft, jetzt ist es amtlich", sagte der erfreute Wassenberger Verwaltungschef, dem die Nachricht einen "echt schönen Tag" bescherte.

"Sehr erleichtert" äußerte sich auch Norbert Spinrath (SPD) aus Berlin. "In Wassenberg herrscht ja wirklich hohe Not, wenn sich der Verkehr durch diese kleinen Gässchen zwängt." Dass der Ausbau einer so wichtigen Bundesfernstraße ausgerechnet nach dem zweiten Bauabschnitt vor Wassenberg gestoppt wurde, sei für die Bewohner unerträglich. Zuletzt habe sogar die Gefahr bestanden, dass das Projekt scheitert. "Denn der aktuelle Bundesverkehrswegeplan, in dem das Vorhaben hohe Priorität hat, läuft Ende 2015 aus", betonte Spinrath.

Der Abgeordnete erinnerte an den mit NRW-Verkehrsminister Michael Groschek gefundenen Kompromiss, dass nun auch die L 117n kommt: "Daher werden beide Umgehungen nahezu zeitgleich gebaut." Spinrath erwartet, dass Straßen NRW das Projekt zügig in Angriff nimmt: "Das ist jetzt eine Frage von Wochen." Mit ihm freuen sich der ehemalige Vize-Bürgermeister Leo Stassny, die SPD-Ratsfraktion und der SPD-Ortsverein Wassenberg mit dem Vorsitzenden Peter Minkenberg. Auch sie hatten sich seit Jahren gemeinsam vehement für die Umgehung eingesetzt.

Mit Stassny hatte Spinrath im Dezember 2013 in Düsseldorf mit Groschek die komplizierte Lage erörtert. Zuvor war der Landesminister einer Einladung nach Wassenberg gefolgt und hatte einen Eindruck vom hochbelasteten historischen Stadtkern mitgenommen. "Das war der Durchbruch", meint Spinrath. Denn aus dem Aktenstudium alleine könne man die unerträgliche Verkehrssituation vor Ort nicht begreifen. Nun sei absehbar, dass die jahrzehntelange Belastung der Anwohner und Besucher der Wassenberger Innenstadt nach etwa vierjähriger Bauzeit ein Ende findet. "Ich freue mich für die Menschen in Wassenberg", schloss Spinrath.

Der Spatenstich kann kommen: Spinrath und Oellers nahmen für Fotos mit Minister Dobrindt gestern schon einmal einen glänzenden Spaten mit Schleife in Schwarz-Rot-Gold in die Hand.

Quelle: RP
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