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Wegberg
Landschätze zwischen Himmel un Ääd

Wegberg: Landschätze zwischen Himmel un Ääd
Warb gerne für landwirtschaftliche Produkte aus der Region: die Tönisvorster Apfelkönigin Sonja Schmidt (li.) zu Gast beim Merbecker Kartoffelfest. Reibekuchen waren ein Renner beim Fest, die eifrigen Helfer (re.) hatten alle Hände voll zu tun. FOTO: Jürgen Laaser
Wegberg. Die große Vielfalt ländlicher Erzeugnisse und deren handwerkliche Verarbeitung standen beim "2. Merbecker Kartoffelfest" im Mittelpunkt. Alte Tierrassen und Vorführungen rundeten das breite Angebot ab. Von Nicole Peters

Das historische Ensemble an Gerätschaften für die Kartoffelernte aus dem frühen 20. Jahrhundert, das der örtliche Baumschulgärtner Karlheinz Paulsen auf der Wiese vor der Kirche St. Maternus aufgebaut hatte, stellte einen großen Gegensatz zur riesigen Kartoffelerntemaschine aus dem Jahr 2015 dar. Ein Stück weit standen sie für den zeitlichen Rahmen, in dem sich das 2. Merbecker Kartoffelfest "Himmel un Ääd" an zwei Tagen bewegte.

Die große Vielfalt ländlicher Produkte und deren teils historische handwerkliche Verarbeitung standen im Mittelpunkt des Wochenendes rund um die Kirche St. Maternus. Die Ausstellung alter Haustierrassen und Vorführungen mit Hütehunden oder Kaltblütern rundeten das äußerst beeindruckende Angebot ab. "Es ist heute Morgen einiges an Prominenz da, die uns als Ehrenamtliche und Aussteller durch ihren Besuch wertschätzen", freute sich Andreas Theißen vom veranstaltenden Förderverein St. Maternus - der Erlös des durch die ehrenamtliche Arbeit von rund 300 Merbeckern ermöglichten Festes wird vor allem dem Erhalt des Pfarrheims zugutekommen.

Warb gerne für landwirtschaftliche Produkte aus der Region: die Tönisvorster Apfelkönigin Sonja Schmidt (li.) zu Gast beim Merbecker Kartoffelfest. Reibekuchen waren ein Renner beim Fest, die eifrigen Helfer (re.) hatten alle Hände voll zu tun. FOTO: Jürgen Laaser

Schirmherr Dr. Richard Nouvertné würdigte als Erster die großartige Leistung. "Der Kreis Heinsberg ist immer noch ländlich geprägt", fügte er an, "und es ist wichtig, den Kindern und Enkeln zeigen zu können, wie Landwirtschaft funktioniert und wo die Produkte herkommen." Die junge Apfelkönigin aus Tönisvorst, Sonja Schmidt, freute sich darauf, später Kartoffelpuffer zu essen, und würdigte vor allem den großen logistischen Aufwand, der in Merbeck betrieben wurde. "Schwer beeindruckt" zeigte sich CDU-Bundestagsabgeordneter Wilfried Oellers vom dörflichen Engagement und Zusammenhalt. "Ich hoffe, dass die Besucherzahl vom letzten Kartoffelfest noch geknackt und die Veranstaltung zur Tradition wird", sagt er.

In Merbeck aufgewachsen wies Bürgermeister Michael Stock auf die Bedeutung hin, die das Pfarrheim als Veranstaltungsstätte im Ort hat. Mit dem Fest hätten die Merbecker dafür gesorgt, dass der Ort über die Grenzen hinaus wahrgenommen werde. Vor der Einweihung betonte Pfarrer Theo Wolber, dass der Mensch sorgsam mit den von Gott geschenkten Gütern umgehen solle.

Die rund 150 Aussteller aus nah und fern boten den zahlreichen Besuchern sehr gute Qualität. Es gab Köstlichkeiten zu kosten - wie frische Buttermilch von Theo Beckers aus Eindhoven oder Panhas auf Schwarzbrot mit Rübenkraut am Stand des Hofes "De Lindehoeve" bei Venlo. Dessen Team führte in Tracht am Sonntag mit ihren schweren Kaltblütern zur Musik eine Quadrille auf. Beim Naturhof von der Forst aus Gerderhahn waren die Trüffel-Kartoffeln "Bamberger Hörnchen" neben weiteren alten Sorten Aushängeschild und als gebratene Pellkartoffeln zu probieren.

Ziegenkäse vom Bööscherhof in Grefrath-Vinkrath, selbst gebraute Landbiere und Köstlichkeiten von der langen Merbi-Meile waren weitere ländliche Schätze, die zwischen Himmel und Erde angeboten wurden.

Quelle: RP
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