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Wermelskirchen
Achtung: Ab heute Radler im Gegenverkehr

Wermelskirchen. Der Fachausschuss gab am Montag mit Mehrheit (gegen die Stimmen der CDU und eines FDP-Abgeordneten) grünes Licht, gestern hat Andreas Jäger vom städtischen Bauhof die Markierungen auf der Telegrafenstraße aufgebracht und die Beschilderung montiert: Ab sofort dürfen Fahrradfahrer auf der Fahrbahn auch gegen die Einbahnstraße radeln. Darauf müssen sich die Autofahrer einstellen. Denn jetzt müssen sie damit rechnen (und Rücksicht nehmen), dass Radfahrer beidseitig auf der teilweise engen Telegrafenstraße fahren.

Während Frank Schopphoff, der mit einem Bürgerantrag diese Erweiterung des Radverkehrs auf der Telegrafenstraße auf den Weg brachte, zufrieden ist, sieht Bürgerin Ruth Wirtz überhaupt keinen Vorteil in dieser als einjährige Pilotphase angelegten Verkehrsänderung. "Das ist Unsinn. Die Unfallgefahr steigt. Und mehr Touristen werden wir deshalb nicht nach Wermelskirchen bekommen."

Unfallgefahr wird größer

Die 78-Jährige ist stark sehbehindert und kann nur noch in Begleitung in die Innenstadt gehen. Sie vertritt den Standpunkt, dass die Fußgänger nun noch mehr gefährdet seien – denn sie rechnet damit, dass die Radler vermehrt auf die Gehwege ausweichen werden. Sie werde nun nach Remscheid ausweichen – da könne man in Ruhe einkaufen. "Die Kaufkraftabwanderung wird sicher zunehmen", so vermutet die Seniorin.      Ruth Wirtz glaubt auch nicht daran, dass die Autofahrer auf den Brückenweg ausweichen werden: "Der Wermelskirchener wird weiter durch die Telegrafenstraße fahren. Und da die Straße an einigen Stellen sehr eng ist, dürfte die Unfallgefahr steigen."

Quelle: RP
 
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