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Wermelskirchen
BEW zahlt 1,7 Millionen Euro an die Stadt

Wermelskirchen. Der Energieversorger schüttet 4,5 Millionen Euro anteilig an seine Gesellschafter aus. 2016 investiert das Unternehmen 6,9 Millionen Euro in die Modernisierung, Erneuerung und den Ausbau der Energie- und Wassernetze im Bergischen. Von Joachim Rüttgen

Die Bergische Energie-und Wasser-GmbH (BEW) hat ihren Umsatz 2015 um 1,4 Prozent auf 93,2 Millionen Euro erhöht. Damit wurde das Ergebnis aus 2014 leicht übertroffen. Zufrieden zeigt sich Geschäftsführer Jens Langner. "Wir haben unseren Service und unser Engagement in der Region deutlich ausgeweitet. Es ist schön, dass unsere Kunden dies honorieren und viele positive Rückmeldungen geben", sagt er. Die BEW habe ihre Marktposition bei Strom, Erdgas und energienahen Dienstleistungen in einem immer schwieriger werdenden Umfeld festigen können.

Zu den neuen Services für Kunden zählen eine vergünstigte Thermografie sowie ein Beratungsmobil, das Kunden in ländlichen Regionen denselben Service bietet wie in den Kundenzentren. Auch das Engagement für den Breitbandausbau kommt bei den Bürgern laut Langner gut an. Ebenso positiv bewerten Kommunen und Einwohner die Investitionen in eine leistungsfähige Energieinfrastruktur und den Einsatz für Elektromobilität. Die kommunalen Anteilseigner der BEW - die Städte Wipperfürth, Wermelskirchen und Hückeswagen - sehen in dem Energieversorger einen wichtigen Partner für die Entwicklung der Lebensqualität im Bergischen. Langner: "Es war ein gutes Jahr."

Besonders profitieren die Anteilseigner von dem guten Ergebnis: So schüttet die BEW 4,5 Millionen Euro anteilig an ihre Gesellschafter Wipperfürth, Hückeswagen, Wermelskirchen und die rhenag Rheinische Energie AG aus. Hinzu kommen Einnahmen aus Gewerbesteuerzahlungen und Konzessionsabgaben. "Für die Haushalte ist die BEW eine stabile Größe", sagt Langner. Insgesamt flossen je 1,7 Millionen Euro an Wipperfürth und Wermelskirchen und 1,4 Millionen Euro an Hückeswagen. "Wenn die Bürger unserer Städte Energie vom Versorger vor Ort beziehen, bleibt das Geld in den Städten und kommt am Ende wieder dem Bürger zugute", sagt Stadtkämmerer Bernd Hibst.

Die BEW investierte 2015 etwa 5,5 Millionen Euro in die Modernisierung, Erneuerung und Ausbau der Energie- und Wassernetze, in diesem Jahr werden es 6,9 Millionen Euro sein. Schwerpunkt der Investitionen in Wermelskirchen war die Verkabelung von Maria in der Aue bis Lindscheid. Neben dem Netzausbau engagiert sich die BEW auch beim Breitbandausbau und verlegt bei allen Baumaßnahmen Leerrohre mit, in die später Glasfaserkabel eingeblasen werden können. "Derzeit ist dies bei den Tiefbauarbeiten in Wipperfürth und Hückeswagen zu sehen", berichtet Langner.

Im Netzgebiet der BEW Netze gibt es zurzeit 1100 Photovoltaikanlagen mit einer Leistung von 15,5 Megawatt, die den Großteil des erzeugten Stroms ins Netz der BEW Netze speisen. "Ein wesentliches Modul für das Gelingen der Energiewende ist für mich die Elektromobilität", sagt Langner. "Elektroautos können als Speicher dienen und helfen, das Gleichgewicht im Netz zwischen Bedarf und Angebot auszugleichen." Die BEW hat sich bundesweit als Autostromanbieter bereits einen Namen gemacht: Sie zählt 1142 Verträge, unterhält zwölf Ladestationen und hat Elektroautos im firmeneigenen Fuhrpark.

Der Stromverkauf war 2015 mit 236,3 Millionen kWh Megawattstunden 1,7 Prozent niedriger als im Vorjahr, der Gasverkauf stieg um elf Prozent auf 521,7 Megawattstunden. Der Bedarf an Trinkwasser lag auf dem Vorjahresniveau. "Der Anstieg beim Gas ist auf den extrem warmen Winter 2014 zurückzuführen, da lag der Gasbedarf deutlich unterm Schnitt", sagt Langner.

Quelle: RP
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