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Wermelskirchen
CDU: Bürgermeister soll das Durchfahrtsverbot verhindern

Wermelskirchen: CDU: Bürgermeister soll das Durchfahrtsverbot verhindern
FOTO: Moll Jürgen
Wermelskirchen. Die CDU appelliert an Bürgermeister Rainer Bleek, das Durchfahrtsverbot auf der Telegrafenstraße am Engpass beim Eiscafé Venezia auszusetzen. "Aus unserer Sicht überwiegen eindeutige und plausible Argumente gegen das Durchfahrtsverbot", meint Ortsvorsitzender Randolph Schmidt. Er übergab gestern Abend dem Bürgermeister eine Liste mit Unterschriften von Wermelskirchenern, die gegen die Sperrung für den Durchgangsverkehr sind.

Schmidt: "Allein bei ,à la carte' haben wir 260 Unterschriften gesammelt. Mit den Rückläufen aus den Geschäften rechnen wir mit mehr als 500 Unterschriften innerhalb von einer Woche." Zudem hätten die Händler bereits eine separate Liste mit 800 Unterschriften im Rathaus abgegeben. Sollte das Durchfahrtsverbot in Kraft treten, "rechnen wir mit weiteren Protestbekundungen - wir werden weiter Unterschriften sammeln", kündigt Schmidt an.

Die CDU bezeichnet die Unterschriftenaktion als "eindeutiges Votum zahlreicher Bürger". Sie befürchtet, dass durch das Ableiten des Verkehrs über die Straße "An der Feuerwache" in Richtung Brückenweg ein Unfallschwerpunkt entsteht. Zudem fehle ein tragfähiges Gesamtkonzept, inklusive der Neugestaltung des Loches-Platzes - und die Kundenfrequenz in der Telegrafenstraße könnte unter dem Verbot leiden. Schmidt: "Daher lehnen wir selbst den Versuch ab, der unserer Meinung nach zum Scheitern verurteilt ist."

Bürgermeister Rainer Bleek erteilt dem Appell der CDU eine Absage. "Es gibt einen klaren politischen Beschluss, an den wir uns halten. Wir werden das Verbot in dieser Woche umsetzen", stellt er klar. Für ihn sind 1300 Unterschriften bei 35.000 Einwohnern auch kein eindeutiges Votum. "Meine Erfahrung bei Unterschriftenaktionen ist: Oft wissen die Leute gar nicht genau, für was sie unterschreiben." Der Gutachter habe im Fachausschuss alle Argumente gegen das Durchfahrtsverbot widerlegt - "ich finde es merkwürdig, wenn jetzt aus einer politischen Richtung das Thema wieder aufgegriffen wird", sagt Bleek. "Wir starten den Versuch und schauen, wie sich die Situation entwickelt."

(ser)
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