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Wermelskirchen
Das Wetter vermiest das Freibad-Geschäft

Wermelskirchen: Das Wetter vermiest das Freibad-Geschäft
Monika Rietz, Birgit Zanter und Evelyn Berg (v.l.) gehören zu den wenigen regelmäßigen Besuchern im Freibad. FOTO: Moll Jürgen
Wermelskirchen. Nur 5500 Gäste zählt das Freibad Dabringhausen zur Halbzeit der Saison - weit unter Vorjahresniveau! Von Stephan Singer

Sie sind nicht etwa die drei Damen vom Grill, sondern eher die drei Damen vom Freibad: Trotz wenig beständigen Wetters ziehen Monika Rietz, Evelyn Berg und Birgit Zanter in diesen Tagen regelmäßig schwimmender Weise ihre Bahnen durch das Becken des Waldfreibades in Dabringhausen. Drei bis vier Mal in der Woche sind die drei Schwimmerinnen im Bad, absolvieren mindestens 1000 Meter im Wasser und halten am Beckenrand das eine oder andere Schwätzchen. "Das wollen wir so durchhalten", betont Evelyn Berg das sportliche Ziel der drei Freundinnen in dieser Freibad-Saison.

Trotz der regelmäßigen Badbesucher, die ungeachtet des Wetters hauptsächlich zum Schwimmen kommen, sind die zurzeit unbeständigen und alles andere als hochsommerlichen Temperaturen reines Gift für die Organisatoren des Freibad-Betriebs. Nach den ersten drei Wochen der Sommerferien, also zur "Halbzeit" der Freibad-Saison, zählten der Schwimmverein (SV) Freibad Dabringhausen als Träger und der dazugehörige Förderverein (FFD) nur insgesamt etwa 5500 Besucher. Im Vorjahr war es dank Hochsommerwetter zum gleichen Zeitpunkt bereits die Rekordzahl von 13.000 Freibad-Gästen.

"Das ist eine schlechte Zwischenbilanz", konstatiert der FFD-Vorsitzende Michael Unbehaun. Und sein Amtsvorgänger Franz Steuper fügt hinzu: "Wir brauchen jetzt mindestens eine Woche lang durchgehend hochsommerliche Temperaturen." Klar ist: Das Wetter lässt sich nicht ändern, und die regelmäßigen Schwimmer, die sich sogar bei Nieselregen in das auf 23 bis 24 Grad aufgewärmte Nass wagen, machen den "Kohl nicht fett". Das Freibad braucht ein volles Haus mit Gästen, die sich drei, vier oder mehr Stunden im Freibad aufhalten. "So einen Tag hatten wir in diesem Jahr schon - ein sonniger Sonntag mit 1800 Besuchern", sagt Michael Unbehaun. Aber: Dem gegenüber steht der vergangene Freitag mit nur zwölf Gästen. In der Regel kommen vormittags um 10 Uhr zwischen zehn und 20 Schwimmer, zur Feierabendzeit gegen 18 Uhr noch mal zehn bis 15. Und eben die drei Damen Monika Rietz, Evelyn Berg und Birgit Zanter: "Wir sind wetterresistent. Wir mögen das Bad, deshalb kommen wir gerne immer wieder", sagen sie.

Ohne nennenswerte technische Probleme gelang der Start in die Freibad-Saison. Inzwischen funktioniert sogar die Solarheizung für das Wasser im Kleinkinderbecken, wo lange Jahre nach dem Fehler gesucht wurde. "Die Technik läuft nicht gut, aber zufriedenstellend. Wir hoffen, dass im laufenden Betrieb nicht noch etwas kaputt geht und repariert werden muss", sagt Unbehaun, für den feststeht: "Geht die Saison so weiter, wird der Förderverein dem SV ein hübsches Sümmchen überweisen müssen. Ich werde die Werbetrommel für Spenden rühren. Erste Priorität ist die Sicherung des Betriebs!"

Quelle: RP
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