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Wermelskirchen
DTV treibt Planung für Sportanlage voran

Wermelskirchen: DTV treibt Planung für Sportanlage voran
Eine Skizze als Planungsgrundlage: So könnte die neue Kunstrasenanlage am Höferhof aussehen. FOTO: Stadt / bearbeitet von Tim Kronner
Wermelskirchen. Die Vorfreude auf den Baubeginn der Kunstrasenanlage am 1. April 2017 ist groß. Statt durch einen Grundstücksverkauf und einen Kredit will der DTV sich an der Finanzierung des Platzes durch Eigenleistung und Spenden beteiligen. Von Tim Kronner

Auch während der laufenden Fußball-Bezirksligasaison planen die Verantwortlichen des Dabringhausener TV weiter fleißig an der neuen Kunstrasen-Sportanlage. "Leider ist es in diesem Sommer nichts mehr geworden. Deshalb planen wir jetzt für nächstes Jahr ganz genau, damit alles gut klappt", sagt der DTV-Vorsitzende Andreas Gall auf Anfrage unserer Redaktion. Nach jetzigem Stand sollen am 1. April 2017 die Bagger anrollen - die Dabringhausener werden aber schon vorher aktiv. "Sobald es die Temperaturen zulassen, spätestens zum 1. März, fangen wir mit den Vorarbeiten an", betont Gall. "Die Vorfreude ist riesig, wir können es kaum erwarten."

Jahrelang hatten die Dabringhausener um den Kunstrasenplatz am Höferhof gekämpft und dafür schließlich den Zuschlag der Stadt und der Politik erhalten - die anderen Vereine gingen (bislang) leer aus. Ein Grund für diese Wahl war der Eigenanteil, den der DTV aufbringen will. 100.000 Euro bot der Verein an, um den ersten Wermelskirchener Kunstrasen ins Dorf zu holen. Ursprünglich sollte das Kapital aus dem Verkauf des Eigentums am Asterweg finanziert werden - diesen Weg müssen die Dabringhausener allerdings nun umgehen. Es gebe zwar schon einige Angebote im hohen sechsstelligen Bereich, der Verkauf erfolge aller Voraussicht nach aber erst Ende 2017.

"Deshalb haben wir uns mit der Stadt darauf geeinigt, die Hälfte des Betrags in Eigenleistung zu erbringen", erklärt Gall. Das bedeutet, dass die Dörfler mit Manpower beispielsweise den Ballfangzaun selbst errichten, bestehende Zäune abreißen sowie Tore und Eckfahnen beschaffen. Um eine Kreditaufnahme zu vermeiden, sollen die restlichen 50.000 Euro durch Spenden eingenommen werden. 5.000 Euro sind bislang zusammengekommen - und das, obwohl die Spendenaktion "1878 mal 50 Euro" erst noch startet. Zeit zum Sammeln haben die Dabringhausener noch. Der Betrag muss voraussichtlich im Mai 2017 an die Stadt bezahlt werden.

Obwohl die Fußballabteilung federführend bei der Planung ist, betont Gall, dass es sich um eine Anlage für den Breitensport handeln wird. Durch verschiedene Markierungen am Spielfeldrand sowie Kurvenlinien in den Ecken, können am Höferhof auch nächstes Jahr alle für das Sportabzeichen nötigen Entfernungen zurückgelegt werden. Außerdem soll es eine Sandgrube für den Weitsprung und eine Kugelstoßanlage geben. Diese befinden sich auf der Gymnastikwiese hinter dem Spielfeld, die zudem Turngeräte wie ein Reck erhalten wird. Gall: "Von der Anlage sollen alle Dabringhausener Sportler etwas haben."

Um die Anlage will sich der Verein ab 2017 auch möglichst allein kümmern. Die Platz- und Anlagenpflege übernimmt der DTV. Dazu wurde jüngst ein erster Entwurf des sogenannten Überlassungsvertrags aufgesetzt. Das bedeutet, der Platz bleibt im Eigentum der Stadt, die diesen dem DTV zur Nutzung überlässt. "Hier gibt es aber noch einige Details zu klären", sagt Gall. Offen seien noch der Vertragsbeginn und die Zuständigkeit für die Umkleidekabinen oberhalb des Platzes.

Am Dienstag wird die Stadtverwaltung im Sportausschuss selbst einen Sachstandsbericht zum Thema Kunstrasen abgeben. Einen Tag später tagen dann die Arbeitsgruppen des DTV, um das weitere Vorgehen zu besprechen. "Wir sind zuversichtlich, dass wir in allen Bereichen eine gute Lösung finden werden und freuen uns jetzt schon darauf, wenn es endlich losgeht", sagt Gall.

Quelle: RP
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