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Wermelskirchen
Ein Spaßprojekt mit Comedy-Star Kebekus

Wermelskirchen: Ein Spaßprojekt mit Comedy-Star Kebekus
Sängerin Nadine Weyer (l.) aus Wermelskirchen bildet mit Comedy-Star Carolin Kebekus (Mitte) und Irina Ehlenbeck die "Beer Bitches". Das Trio sorgt aktuell mit ihrer Cover-Version von Adeles Hit "Hello" für Schlagzeilen. In dem Song nehmen sie den Düsseldorfer Karneval auf die Schippe. FOTO: Moritz Künster/Monsterpics
Wermelskirchen. Die Wermelskirchenerin Nadine Weyer (34) sorgt mit den "Beer Bitches" für Schlagzeilen in der Karnevalszeit. Von Stephan Singer

Sie ist ein "lecker Mädche" aus dem Wermelskirchener Karneval. Damit passt Nadine Weyer aus Grunewald gut an die Seite des Kölner Comedy-Stars Carolin Kebekus. Letztere sorgt aktuell für Furore mit dem Lied "Helau", das als eine Persiflage von Adeles Hit "Hello" den Düsseldorfer Karneval auf die Schippe nimmt. Als Teil des Trios "Beer Bitches" steht Nadine Weyer gemeinsam mit Carolin Kebekus und Irina Ehlenbeck regelmäßig auf der Bühne - sei es bei Kölner Veranstaltungen oder auch im Fernsehen.

Die 34-Jährige aus Wermelskirchen hat sich ihren Traum, von Beruf Sängerin zu werden, verwirklicht. Trotz Anfragen und vielfältiger Engagements bleibt für sie aber klar: Karneval wird "zu Hause" gefeiert. Zur Party "Wir unter uns" und zum Rosenmontagszug in Dabringhausen streift sie sich ihre grün-weiße Tanzmariechen-Uniform über, greift zum Mikrofon und singt und tanzt mit "ihren" Grunewaldern zur Hymne "In Jrunewald is Karneval". Dieses Lied singt Nadine Weyer besonders gerne, stammt es doch aus der Feder von Papa Wilfried, der die Grunewalder Tanzgarden leitet. "Zum Höhepunkt der närrischen Zeit bin ich hier - da wird alles andere abgesagt", sagt Nadine Weyer mit einem Lächeln.

Seit vier Jahren ist sie mehr oder weniger zufällig im Bereich der "kölschen Tön" engagiert und kehrt damit quasi zu ihren Wurzeln zurück. Denn ihre ersten Karnevalslieder "trällerte" sie bereits im Alter zehn Jahren bei den Grunewaldern, wo sie von Willi Mergler entdeckt wurde. Der damalige Hauptschullehrer verpflichtete Weyer, die damals die Realschule besuchte, für seine legendäre Schul-Band "Constant Changing People" (CCP) - der Grundstein für Nadines Gesangskarriere war gelegt.

Seit nunmehr sechs Jahren steht Nadine Weyer als Sängerin beruflich auf eigenen Beinen. Sie hat ihr Hobby zum Beruf gemacht. "So lange ich davon leben kann und es so viel Spaß macht, mache ich das", sagt die Sängerin, die eine Ausbildung zur Logopädin absolviert und ein Jahr in diesem Bereich gearbeitet hat.

Gerade ein Projekt wie "Beer Bitches" sorgt bei Nadine Weyer für den besagten Spaß: "Wir drei Sängerinnen haben uns 2014 völlig unabhängig voneinander bei den '(P)op Kölsch'-Konzerten getroffen und kennengelernt. Damals haben wir beschlossen, eine Mädels-Truppe als reines Spaß-Projekt zu gründen", erzählt die Wermelskirchenerin. Die "Beer Bitches" nehmen sich internationale Hits zu Brust, um diese mit kölschen (Klamauk)-Texten zu versehen. "Das soll uns und den Zuhörern Spaß machen, um nichts Anderes geht es", sagt Nadine Weyer.

"Ich will nen Köbes als Mann" zur Musik von AC/DC's "Highway to hell", "Lady Bionade" (im Original: "Lady Marmelade") oder "E Röggelche met Mett" ("Wrecking Ball") sind einige der Songs, die das Trio geschrieben hat. "Für uns ist Carolin aufgrund ihrer Bekanntheit natürlich ein Zugpferd", sagt Weyer. Die "Beer Bitches" traten bei einigen Terminen der Kebekus' "Pussyterror"-Tournee auf und waren auch beim TV-Format "Pussyterror-TV" dabei. "Als 'Beer Bitches' treten wir aber eher selten auf, da wir alle unsere Verpflichtungen haben", sagt die 34-Jährige. Der Grund: Carolin Kebekus ist in Sachen Comedy im Dauereinsatz, Irina Ehlenbeck steht unter anderem mit dem Karnevals-Trio "La Mäng" auf der Bühne. Und Nadine Weyer sang bereits mit den Bands "Höhner", "Brings" und "Kasalla", sie hat Auftritte bei Trauungen und ist mit der Band "Popsofa" auf Achse. Außerdem schrieb sie am Lied "Du hast mir so den Kopf verdreht" von Schlager-Star Anna-Maria Zimmermann mit.

"Das ist nicht nur ein Job, sondern ich verdiene unverkrampft mit meinem Hobby das Geld zum Leben. Die Vielfältigkeit macht es manchmal anstrengend, aber so bleibt es spannend und ich verliere nicht den Spaß", sagt Nadine Weyer.

Quelle: RP
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