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Wermelskirchen
Neue Mensa in Hauptschul-Containern

Wermelskirchen: Neue Mensa in Hauptschul-Containern
Neue Spielgeräte und Sitzgelegenheiten wurden auf dem neuen Teil des Schulhofes angelegt. FOTO: Teifel Udo
Wermelskirchen. Die Schwanenschule bekommt keinen Neubau. Dieser würde einen siebenstelligen Betrag kosten. Auch das OGS-Gebäude wird vom Schulhof nicht umgesetzt - zu teuer. Jetzt wird für einen Bruchteil der Kosten die Gasleitung verlegt. Von Udo Teifel

Eine gute und eine weniger gute Nachrichte gibt es für die Schwanenschule. Die gute: Die OGS-Module, in 2014 erst für 130.000 Euro auf dem Schulgelände errichtet, müssen nicht abgerissen und versetzt werden. Die weniger gute: Die Schwanenschule bekommt keinen Neubau als Mensa - die nicht mehr genutzten Module der Hauptschule werden abgebaut und auf dem unteren Gelände der Grundschule platziert.

Die Schwanenschule, das ist bekannt, platzt aus allen Nähten. Vor allem im OGS-Bereich werden annähernd 200 Jungen und Mädchen im neuen Schuljahr betreut - viele davon auch über die Mittagszeit. Und für diese große Zahl werden natürlich vernünftige Räumlichkeiten benötigt. Denn bisher essen die Kinder mittags in ehemaligen Klassenräumen in den Obergeschossen des Altbaus; die Essen müssen mühselig die vielen Stufen hochgetragen werden.

Inzwischen hat es schon viele Pläne an der Schwanenschule gegeben, die zwischenzeitlich auch wieder verworfen wurden. Derzeit stehen auf dem Gelände unterhalb der Schwanenschule zwischen Bolzplatz und Schwanenhalle mehrere Container, die der Offene Ganztag nutzt und wo die Kinder auch teilweise essen. Diese Container wurden aufgestellt, weil die neuen OGS-Module auf dem Schulgelände demontiert werden sollten - bei der Planung war nicht beachtet worden, dass unter dem Komplex eine Gasleitung verläuft. Doch diese Module bleiben jetzt doch an der Stelle stehen. Bürgermeister Rainer Bleek: "Die Versetzung hätte rund 100.000 Euro gekostet." Die Gegenrechnung überraschte: Die Verlegung der Gasleitung kostet nur 15.000 Euro. "Wir verlängern dann die Leitung gleich für die neue Mensa, und bauen dann auch gleich Fettabscheider und die notwendige Infrastruktur wie Wasser- und Abwasser- sowie Stromleitung mit", erläutert Bleek. Für die neue Mensa der Schwanenschule stehen 640.000 Euro zur Verfügung. Das reicht nach jüngsten Berechnungen nicht aus, um einen Neubau zu errichten. Bleek: "Die Kosten gehen ins Siebenstellige." Deshalb werden jetzt die nicht mehr genutzten Klassenmodule an der Hauptschule an die Jahnstraße versetzt. Nach ersten Kostenschätzungen kommt die Stadtverwaltung mit dem zur Verfügung stehenden Geld zurecht.

Und: Diese Container entsprechen auch der Energiesparverordnung - "diese Anforderungen zwingen uns in die Knie. Keiner stellt sich anscheinend bei der Verabschiedung die Frage, ob die öffentliche Hand dies gegenfinanzieren kann", meint Bleek. Für Schulleiterin Katrin Wagner ist dies kein Problem. "Uns war nie ein Festbau zugesagt worden. Meine einzige Sorge war, dass wir mehrere kleine Mensaräume bekommen. Das hätten wir dann mit der Aufsicht überhaupt nicht schaffen können." Aber diese Bedenken seien zerstreut worden - "aus den Modulen wird ein großer Mensaraum gebaut".

Stehen diese Module auf dem unteren Platz, werden die OGS-Kinder neben den bestehenden Räumlichkeiten auf dem Schulhof wieder die alten Räume in der Schule beziehen können, die derzeit von der Mensa belegt werden. Denn laut Bleek sollen die Container, die derzeit vor dem Bolzplatz stehen, demontiert werden. Dann wird der Bolzplatz uneingeschränkt nutzbar sein.

Damit sich die Kinder auf dem unteren Schulhofgelände wohlfühlen, ist die Schulhofgestaltung schon vorangeschritten. Ein Drängelgitter schützt die Kinder, wenn sie den Weg zwischen Schwanenplatz und -halle queren; Sitzbänke wurden aufgestellt, eine Rutsche mit Klettermöglichkeiten. Also genügend Möglichkeiten, dass die Jungen und Mädchen in den Pausen so richtig toben können.

Quelle: RP
 
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