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Kommentar
Patientenunfreundliche Regelung

Wermelskirchen. Es geht hier ums Geld. Keine Frage. Einige hundert Kontrollen im Jahr mehr in der ambulanten Leistung lässt des Kardiologen Herz höher schlagen.

Klar ist: Die Leidtragenden sind die Wermelskirchener Patienten. Sie waren es gewohnt, ortsnah versorgt zu werden. Sie kennen die Ärzte im Krankenhaus, weil sie von denen operiert wurden. Sie zeigen auch gern die Verbundenheit zu ihrem Krankenhaus. Und kurze Wege bedeuten besonders für ältere, oftmals nicht so mobile Menschen weniger Aufregung und weniger Schwierigkeiten. Das ist wichtig in diesem Lebensabschnitt.

Sicher: Die neue Versorgung in kardiologischen Praxen ist nicht schlechter als die alte. Das bestätigen Betroffene. Und sie werden sich auch an die neuen Wege gewöhnen - ob mit Bus oder Pkw, sie finden in die Remscheider Praxen.

Es ist auf jeden Fall eine patientenunfreundliche Regelung. Das sollte den Verantwortlichen dieser Gesetzesregelung klar sein. Wichtig aber ist: Die Leistungsfähigkeit des heimischen Krankenhauses ist in keiner Weise gefährdet. Und das ist wohl das Wichtigste.

udo.teifel@bergische-morgenpost.de

Quelle: RP
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