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Wermelskirchen
Stadt hat Angst vor Müllproblem am neuen Grillplatz im Eifgen

Wermelskirchen: Stadt hat Angst vor Müllproblem am neuen Grillplatz im Eifgen
Bürgermeister Rainer Bleek (Mitte) griff auch zur Würstchenzange. Karl-Heinz Wilke (l.), der Vorsitzende des Ausschusses für Sport, Freizeit und Tourismus, und Florian Leßke (r.) schauten gerne dabei zu. FOTO: Meuter
Wermelskirchen. Am Donnerstag hat die Stadt den neuen Platz eingeweiht. Da stand dort schon der Müll anderer Besucher herum. Die Stadt will die Situation beobachten. Von Elena Erbrich

Der Grillplatz im Eifgen ist nun offiziell eröffnet. Am Donnerstagnachmittag hat die Stadt den Platz eingeweiht. Bürger können dort aber schon seit zweieinhalb Wochen Würstchen brutzeln - und haben das auch gemacht. Zwei benutzte Grills stehen herum. Der eine scheint noch brauchbar, der andere hat noch nicht mal mehr ein Rost und ist vollgeregnet.

Man solle die Fläche so verlassen, wie man sie auch vorfinden möchte, hatte Florian Leßke, der Leiter des Amtes für Stadtentwicklung, vor zweieinhalb Wochen noch gesagt. Nun muss er sehen, dass ein paar Besucher des Platzes ihre Grillutensilien einfach dort stehen gelassen haben. "Den Grill können ja noch andere benutzen", sagt Leßke und zeigt auf den kleinen, noch funktionstüchtig wirkenden Grill. Bei dem anderen muss er zugeben, dass er unbrauchbar ist. "Wir werden in den nächsten Wochen beobachten, wie die Nutzer den Platz hinterlassen", sagt er. "Dann schauen wir, wie viel es kostet, den Müll zu entsorgen." Falls es zu einem Müllproblem komme, und die Kosten stiegen, müsste eine Lösung gefunden werden. "Möglicherweise zäunen wir das Gelände dann ein und nehmen Eintritt", sagt Leßke. "Erst einmal versuchen wir es aber so."

Auch Bürgermeister Rainer Bleek hofft, dass es nicht zu einem Müllproblem kommt. "Darauf müssen wir achten. Der Zugang zum Eifgenbachtal ist ein sensibler Punkt", erklärt Bleek. Ihm gefällt der Platz. "Da hatte die CDU eine gute Idee", sagt der Bürgermeister. Er freut sich, dass das Projekt durch die Hilfe von Sponsoren realisiert werden konnte - ohne sie hätte der Platz nicht gebaut werden können. "In einer Stadt wie Wermelskirchen funktioniert das gut. In anderen Städten wäre das nicht möglich", meint Bleek.

Der Betriebshof der Stadt stellte die Bänke aus Holzstämmen auf und pflasterte die Bereiche, auf denen ein Grill aufgestellt werden kann. Davor musste aber erst einmal die Brachfläche bearbeitet werden. Der Bauprojektentwickler Rolf Körschgen von "Hoch³" hatte noch Erde übrig, mit der die Fläche aufgeschüttet wurde. Diese Arbeiten übernahm der Tiefbauunternehmer Frank Jäger. Der Garten- und Landschaftsbauer Alfred Scheerer spendierte die Schotterfläche. Er ist gespannt, wie der Platz angenommen wird. "Es ist aber traurig, dass hier schon ein paar Leute ihren Müll einfach so stehengelassen haben", sagt Scheerer. 2013 hatte die CDU den Antrag zum Projekt gestellt. 2015 hatte sie noch einmal das Thema angeregt. "Die Idee kam von ein paar Jugendlichen, die mich angesprochen haben", erklärt der CDU-Parteivorsitzende Christian Klicki.

Quelle: RP
 
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