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Szene
Centrale-Wirt: 15.000 Fest-Besucher - das war einmal

Wermelskirchen. Eine tatsächliche Zählung ist unmöglich oder immens teuer (wegen des notwendigen Personals). Deshalb muss sich die Einschätzung der Besucherzahl bei "Das Fest" auf Erfahrungswerte, Schätzung und persönliche Eindrücke stützen.

Für deutlich übertrieben hält "Centrale"-Gastwirt Dirk Goetz die Einschätzung des Marketingvereins "Wir in Wermelskirchen" (WiW), dass am vergangenen Sonntag mindestens genauso viele Menschen in die Innenstadt kamen wie bei "Das Fest" im Vorjahr, wo es rund 15.000 Gäste gewesen sind (wir berichteten). "Es waren dieses Mal nennenswert weniger, bestimmt 15 bis 20 Prozent. Ich bin mir sicher, dass die Besucherzahlen in den vergangenen Jahren konstant rückläufig sind", sagt der Wirt, der von der zentralen Lage seiner Gaststätte aus einen guten Ausblick auf die Passantenströme hat: "Die Besuchermengen waren längst nicht so dicht wie im Vorjahr, da waren immer wieder große Lücken dazwischen." Er selbst ist mit der Kundenfrequenz in seinem Haus durchaus zufrieden, habe viele Essen und reichlich alkoholfreie Getränke verkauft.

"Viele erzählen mir, dass sie das ,Fest' inzwischen langweilig finden, weil es austauschbar geworden ist. Der Eindruck ist, dass es sich jedes Jahr gleichförmig wiederholt, weil neue Attraktionen fehlen", berichtet Goetz von Aussagen, die er aus den Reihen seiner Kundschaft hört.

"Eine Bühne auf dem Loches-Platz, auf die die Besucher aus der Telegrafenstraße zulaufen, ist ja nicht schlecht. Aber wie kann man die denn nur eine knappe Stunde während des ganzen Tages nutzen", fragt Goetz kritisch. Solch eine Bühne müsse dann doch durchgehend mit Programm belebt werden, damit Besucher nicht vor einer leeren Bühne stehen.

(sng)
 
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