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Musikalisch
Launiges Kinderkonzert sorgt für Wohlbefinden

Wermelskirchen. Der Mensch lernt doch nie aus. Dass Raben singen können, wusste vermutlich auch nicht jeder Besucher des Kinderkonzerts am Sonntag in der Evangelischen Stadtkirche. Doch Karl-Heinz, der lustige Maskottchen-Rabe der Kinderchöre, hatte in der Hand seiner moderierenden Führungspersönlichkeit - Presbyterin Jutta Benedix - die sprudelnd und sonnig singenden Kinder voll im Griff. Sie gehorchten ihm lauthals aufs Wort. Und waren mucksmäuschenstill, wenn er sie sanft zischend aufforderte, ruhig zu werden.

Zum Höhepunkt des Konzertes standen und trällerten 117 Kinder im Alter von dreieinhalb bis elf Jahren auf der Bühne das Lied "Vater im Himmel segne dich". Hinzu kamen noch die Musiker der Jungbläser - eine beeindruckende Demonstration, was Musik bei Kindern bewirken kann.

Alle Väter, Mütter, Omas, Opas, Onkel, Tanten, Brüder, Geschwister und Besucher im rappelvollen Kirchenschiff hatten ihre Freude daran. Und nicht zuletzt die Kinder selbst, die Hauptpersonen dieses Konzertes. Kantor Andreas Pumpa, sein Organisationsteam und die Chorleiterinnen Janet Plaga (Kinderchor Wielstraße), Inga Knaus (Kinderchor Heisterbusch), Regina Damm (Juniorchor), Franziska Ovenhausen (Kunterbunt-Chor des Gymnasiums) sowie Dirigent Dr. Martin Weidner (Jungbläser) hatten wieder mit viel Freude und Engagement alles aufgeboten, um Kindern und Älteren einen fröhlichen Nachmittag zu bieten. Inklusive Kaffee, Kakao, frisch gebackenen Waffeln und Kuchen nach dem Konzert.

Bereits der Aufmarsch der quirligen Kleinen im farbigen T-Shirt vor jedem Lied malte den Besuchern ein warmes Lächeln ins Gesicht. Und wenn dann die Spatzen unter Karl-Heinz' wohlgesonnenen Blicken mit aller Kraft loslegten und zwitscherten, blitzte so manche Rührung unter den Besuchern auf. Schließlich war ja auch noch Muttertag. Und darüber hinaus der spezielle Sonntag "Cantate"(Lateinisch für "Singt!"). Wobei Singen hier nicht nur die Betätigung der Stimmbänder und Lippen beschreibt. Die Kinder waren mit ganzem Körper dabei. Sie ließen sich von der Musik leiten und anstecken. Sie klatschten und schnippten mit den Fingern im Takt, wiegten sich spontan in den Hüften, tanzten auch schon mal außerhalb der Reihe, winkten Mama und Papa zu und strahlten in deren gezückten Smartphone-Kameras. "Wenn ich singe, geht's mir gut!", sangen schließlich alle in der Zugabe.

Wie wahr. Von diesem Motto profitierte die gesamte Kirche. Und damit freuen wir uns schon aufs nächste Kinderkonzert im nächsten Jahr. BERND GEISLER

Quelle: RP
 
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