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Leben & Lernen
Pinocchios Abenteuer auf der Bühne ist eine runde Sache

Wermelskirchen. Hilfe! Die Eiskönigin Elsa ist in Gefahr, die Holzfigur Pinocchio muss sie zusammen mit anderen Fantasiefiguren retten. Wie dieses fantastische Abenteuer gelingt, zeigten am Samstag zwei Arbeitsgemeinschaften des Gymnasiums - das Vokalensemble "Joycing" und die Theater-AG - zusammen mit der Orchester- und Chorklasse 6c in der Premiere des Musicals "Pinocchios Abenteuer - Elsa in Gefahr". 40 Schüler füllten teilweise die Bühne. Die Besucher erlebten eine gelungene Aufführung mit eindrucksvollen Bildern: der Chor in Schwarz gehalten, die Akteure in bunten Kostümen vor inspirierenden Kulissen inklusive des Piratenschiffes "Black Pearl", in der Luft schwunghafte Lieder und natürlich eine fantasievolle, märchenhafte Handlung. Nahezu jeder kam vor, der in der Moderne einen magischen Namen trägt, etwa Graf Dracula, Tarzan, Cinderella, Pocahontas, Jack Sparrow - Entschuldigung: Captain(!) Jack Sparrow -, das Krümelmonster und natürlich Pinocchio. Sie trafen im PZ des Gymnasiums aufeinander und agierten wie in einem Hollywoodfilm. Sie liebten und sie hassten sich, bewiesen Heimtücke, Mut und Tapferkeit, setzten alles auf eine Karte, verloren und gewannen. Die ursprünglichen Geschichten der Figuren spielten keine Rolle - sie fanden sich im eigenen Fantasieuniversum des Gymnasiums wieder.

Natürlich ist Pinocchio aus Holz, wird aber deswegen gemobbt und will durch gute Taten akzeptiert werden. So verdarb er mit Knoblauch gehörig Graf Draculas 1785. Geburtstagsfeier und entführte Elsa, die Eiskönigin. Natürlich kann Elsa im Nullkommanix ein Schiff aus Eis hervorzaubern, aber ihr Herz schmolz beim Anblick Graf Draculas dahin wie Butter in der Sonne. Und natürlich kann das Krümelmonster ohne Kekse nicht leben, wünscht sich sogar den Mond als Keks, bot aber jedem, der ihm vor die Füße kam, penetrant (ein guter "Running Gag") einen Keks an, anstatt ihn selber zu verspeisen. Graf Dracula zeigte sich so, wie allgemein bekannt: scharf auf das Blut holder Jungfrauen und hinterlistig wie ein feige Ratte, zugleich aber auch trottelig und blöde.

Alle Schauspieler hatten sich ihre Rollen enthusiastisch zu eigen gemacht. Das Spektakel des Ensembles ließ die alltägliche brutale Realität vergessen. Es machte Spaß, zuzusehen, wie die Handlung ihren Lauf nahm. Und es bereitete richtig große Freude, den druckvollen Sopran der Songs wie etwa beim Queen-Hit "It's a Kind of Magic" zu hören und die dazu passenden Texte zu verfolgen. Es war eine richtig runde Sache. Dieses Musical der Schüler hat seinen Erfolg verdient.

(bege)
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