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Wermelskirchen
Tandem-Partnerschaft am Schwanen

Wermelskirchen: Tandem-Partnerschaft am Schwanen
Etwa 130.000 Euro kosteten die neuen OGS-Räume auf dem Schulhof der Schwanenschule, hier bei der Eröffnung im November 2014. FOTO: Teifel
Wermelskirchen. Mit der DRK-Trägerschaft der Offenen Ganztagsschule ist die Schulleitung sehr zufrieden. Klassenlehrer und OGS-Mitarbeiter arbeiten Hand in Hand. Aus Sicht der Stadt bietet der DRK-Kreisverband das größte Potenzial. Von Udo Teifel

Nach einer vorgeschalteten Testphase im laufenden Schuljahr wird der DRK-Kreisverband Rheinberg offiziell zum Schuljahr 2016/2017 die Trägerschaft über die Offene Ganztagsschule in der Schwanenschule übernehmen. Darüber informierte die Verwaltung den Fachausschuss. Katrin Wagner, Schulleiterin der größten Grundschule der Stadt, freute sich: "Wir haben hervorragende Mitarbeiter in der OGS bekommen und sind sehr zufrieden."

Zum Schuljahr 2005/2006 wurde die Ganztagsschule am Schwanen in städtischer Trägerschaft eingeführt. Damals in Kooperation mit den Hortgruppen des Städtischen Kindergartens Jahnstraße bis zur Auflösung der Hortgruppen. Das damalige Konzept sah eine Betreuung von maximal 100 Schülern vor. Doch diese Zahl ist heute weit überschritten: 159 Jungen und Mädchen werden derzeit betreut.

Laut Stadtverwaltung hat gerade die Bereitstellung von 150 Plätzen auf der Grundlage des ursprünglichen Betreuungskonzeptes zu Schwierigkeiten geführt - Sozialdezernent Jürgen Graef: "Eine weitere Erhöhung der Platzzahlen war nur mit einer wesentlichen Konzeptveränderung umsetzbar." Und der Bedarf ist da: An der Schwanenschule war schon eine Erhöhung auf bis zu 200 OGS-Plätze vorsorglich geplant.

Im November 2014 bekam die OGS bereits neue Räume, doch die reichten bei der Fertigstellung längst nicht aus. Graef: "Schule und OGS teilen sich Klassenräume. Das ist natürlich nicht ideal." Der Bedarf an der Schwanenschule mit künftig rund 180 Kindern ist fast so groß wie alle anderen OGS zusammen.

Verwaltung, OGS-Leitung und Schulleitung hatten 2015 vereinbart, eine externe Beratung in Anspruch zu nehmen - die Service Agentur "Ganztägig Lernen" NRW. Die kam zum Schluss, dass das städtische OGS-Konzept der Schwanenschule nicht mehr zeitgemäß und damit in keiner Weise mehr vertretbar war.

So kam es zum Trägerwechsel, verbunden mit der Arbeit an einem neuen Konzept. Das DRK setzte mit Sandra Kunde eine Leiterin ein sowie zusätzliches Personal; die ehemaligen städtischen Hortmitarbeiterinnen wurden vom DRK übernommen, sind aber weiter bei der Stadt beschäftigt.

Das DRK habe das größte Potenzial - ein eigener Caterer liefere das Mittagessen; man habe einen eigenen Bäcker, der mit seiner mobilen Bäckerei die verschiedenen DRK-Ganztagsschulen im Kreis besuche und mit Kindern backe. Vorteil sei auch die Personalausstattung - bei Engpässen könne das DRK eher Aushilfen stellen als die Stadt, führte Graef die Vorteile dieses neuen Trägers auf.

Ins Schwärmen geriet auch Katrin Wagner. So erfolgte die Weiterarbeit am OGS-Konzept in einem Arbeitskreis, gemeinsam mit Mitarbeitern der OGS, Elternvertretern und Lehrkräften. Neu sei die enge Zusammenarbeit zwischen "Tandempartnern" - also dem Klassenlehrer und dem OGS-Mitarbeiter. "Hier erfolgt zum Beispiel ein idealer Austausch im Bereich der Hausaufgaben." Da habe es schon positive Rückmeldungen auf Elternsprechtagen zum OGS-Bereich gegeben.

Neu im Konzept sei auch das große Angebot von Arbeitsgemeinschaften für die Kinder am Nachmittag. "Derzeit haben wir 20 Arbeitsgemeinschaften in der Woche. Das reicht von Judo über Holzwerkstatt, Handball, Koch- und Backstudio", berichtete Wagner. Kooperationen gibt es mit Musikschule, TuS und Judoclub. 20 Lehrerstunden hat Wagner im Nachmittagsbereich eingeteilt; die OGS bietet zudem spezielle Ferienprogramme an - im Sommer gibt es zum Beispiel eine Kooperation mit der Musikschule zum Thema "Brasilien".

Quelle: RP
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