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Wermelskirchen
Wermelskirchen und Burscheid wollen mehr kooperieren

Wermelskirchen. Die Städte Wermelskirchen und Burscheid wollen in Zukunft ihre Zusammenarbeit verstärken und gleichzeitig ein interkommunales Entwicklungs- und Handlungskonzept aufstellen. Der Stadtrat muss dieser Kooperation offiziell seine Zustimmung geben, am kommenden Montag (17 Uhr, Bürgerzentrum) werden die Politiker im Fachausschuss über das Thema beraten. Dabei wird auch ein Experte noch einmal die Vorteile einer Kooperation der beiden Städte darstellen und begründen.

Für Bürgermeister Rainer Bleek macht die stärkere Zusammenarbeit viel Sinn. "Wir sind unmittelbare Nachbarn. Beide Städte haben gleiche oder ähnliche Probleme, aber auch individuelle Stärken", sagt er. "Wir möchten Probleme gemeinsam lösen und durch kontinuierliche Interaktion die Synergien nutzen." Laut Bleek geht es vor allem darum, die Zusammenarbeit im Grenzgebiet beider Städte (Hilgen/Neuenhaus) zu verbessern. Es soll ein gemeinsames Planungskonzept erarbeitet werden, wie dieser Bereich entwickelt werden kann - zum Beispiel durch Schaffen von Wohnraum oder womöglich auch durch Ansiedlung von Gewerbe. Das Aufstellen eines gemeinsamen Handlungskonzepts habe zudem den Vorteil, dass Wermelskirchen und Burscheid dadurch bessere Chancen auf Fördermöglichkeiten haben. Der Ratsbeschluss soll eine Absichtserklärung sein, "wir möchten den politischen Willen dokumentieren", sagt der Bürgermeister.

Die Zusammenarbeit mit Burscheid und seinem Amtskollegen Stefan Caplan, der in Wermelskirchen wohnt, bezeichnet Bleek auch jetzt schon als sehr gut. "Wir tauschen uns oft aus, es gibt mehrere Treffen im Jahr." Die Stadtchefs bieten sich bei unterschiedlichen Themen ihre Unterstützung an und sprechen über eigene Erfahrungen. Zudem gebe es bereits Schnittmengen, etwa durch die gemeinsame VHS oder durch Zusammenarbeit im Tourismus (Balkantrasse). Trotzdem sieht es Bleek als wichtig an, die Zusammenarbeit zu intensivieren. Auch mit den Städten Remscheid, Solingen und Hückeswagen möchte der Bürgermeister künftig in einen stärkeren Austausch treten. "Dies war vor meiner Amtszeit leider etwas eingeschlafen."

(ser)
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