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Feines vom Land
Abschluss war ein Genuss für alle Sinne

Wesel. Zum Abschluss der RP-Genusstour ging es mit der Mobilen Redaktion in den Appelbongert von Kräuter-Pädagogin Jutta Becker-Ufermann. Dort gab es für die RP-Leser in gemütlicher Atmosphäre viel zu entdecken – und auch zu schmecken. Von Isabell Hülser

Von außen schien sanftes Kerzenlicht durch das Fenster, innen warteten zwei liebevoll gedeckte Tische – keine Frage, in der Kräuterkammer von Kräuter-Pädagogin Jutta Becker-Ufermann konnten die rund 20 Besucher, die die RP-Genusstour auf der letzten Station in den Appelbongert begleiteten, das ungemütliche und ziemlich nasse Herbstwetter hinter sich lassen. Auf dem über hundert Jahre alten Herd wartete schon eine ganz besondere Köstlichkeit.

Ein warmer Punsch aus einer gelungenen Mischung aus Apfelsaft, Nelkenwurz-Wurzeln, Zimt, Quitte und Holundersirup – als Extra konnte noch mit ein wenig Holunderlikör "verfeinert" werden. Innere Wärme war so garantiert. "Der ist köstlich", lautete folglich das Urteil von RP-Leserin Makowska Fischer. In gemütlicher Atmosphäre kamen die RP-Leser so ins Gespräch und lauschten den Ausführungen von Kräuter-Pädagogin Jutta Becker-Ufermann, die mit viel Fachwissen erklärte, worauf es ihr bei ihren Seminaren ankommt: "Die Bildung an den Wurzeln packen."

Doch es blieb nicht beim Zuhören. Denn die Besucher bekamen die Möglichkeit, aus Salz und verschiedenen Kräutern ihr ganz persönliches Badesalz als Erinnerung zusammenzustellen. "Da, guckt mal", sagte RP-Leserin Anna Seifert und hielt ihr perfekt geschichtetes Tütchen in die Höhe. "Es muss aber mindestens zwei Wochen ziehen", riet Becker-Ufermann. So werden sich die Gäste der Genusstour in einigen Wochen beim entspannten Bad sicherlich noch einmal an den schönen Tag bei der Kräuter-Pädagogin erinnern.

Und der hatte auch abseits der gemütlichen Kräuterküche viel zu bieten. So öffnete Jutta Becker-Ufermann die Türen zu zwei ihrer Ferienwohnungen. "Die Aussicht ist genial", stellte Helga Hüfing in der Wohnung "Buche" begeistert fest. Auch die behindertengerechte Wohnung "Weide" überzeugte. "Hier ist es so, wie es sein sollte", sagte RP-Leserin Theresa Stoll, deren Sohn im Rollstuhl sitzt. In der Un-Kraut-Küche gab es dann ein Aha-Erlebnis. Vogelbeeren sind tatsächlich essbar. "Ich habe gedacht, die wären giftig", sagte Karin Dresenkamp. "Todesmutig" hatte sie eine der von Besucherin Erika Hasenkamp mitgebrachten Beeren probiert. Ein Geschmacksvergnügen war das allerdings nicht. "Die schmecken mehlig und nach nichts", so Dresenkamp. Eine Beschreibung, die auf die Äpfel aus dem Appelbongert sicherlich nicht zutrifft, über die Joachim Becker die Gäste aufklärte. Gemeinsam mit Sohn Julius unterstützte er die Tour. Und die bestach durch Idylle. Dass hier schon einmal ein Reh neben dem Briefkasten steht, kann da nicht wirklich verwundern.

"Man muss nicht immer Gott weiß wohin fahren, es gibt vieles, was man hier entdecken kann", sagte Becker-Ufermann. Besser hätten wir das Fazit unserer RP-Genusstour auch nicht auf den Punkt bringen können.

Quelle: RP
 
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