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Schermbeck
Bekommt der gelbe Sack einen Konkurrenten?

Schermbeck. Die CDU-Ratsfraktion hat beantragt, den Bürgern die Möglichkeit anzubieten, sich bei der Entsorgung von Leichtverpackungen für gelbe Säcke oder für eine gelbe Tonne zu entscheiden. Der Antrag wird in der Sitzung des Planungs- und Umweltausschusses behandelt, die am 13. September um 16 Uhr im Rathaus beginnt.

Die CDU begründet ihren Antrag nicht nur mit Problemen der Reißfestigkeit gelber Säcke, sondern auch mit der Vermeidung von Plastikmüll. Es wird auf die Stadt Dorsten verwiesen, die ihren Bürgern bereits jetzt die kostenneutrale Wahlmöglichkeit zwischen gelben Säcken und gelber Tonne lässt.

Die letztmalige Ausschreibung der Leichtverpackungsabfuhr in Schermbeck fand 2015 statt. Der Auftrag wurde an die Firma Schönmackers vergeben. Die Laufzeit endet am 31. Dezember 2018. Zur Nutzung des Sacksystems für die Sammlung von Leichtverpackungen gab es in der Vergangenheit in der Gemeinde immer wieder kontroverse Diskussionen. "Gegen die Einführung einer Tonne sprachen bisher immer die Argumentation einer nachweislich höheren Fehlbefüllung als auch die Vorhaltung eines weiteren Tonnenstandortes auf den Anschlussgrundstücken", berichtet die Gemeindeverwaltung. Kritiker der gelben Säcke verwiesen auf die geringe Reißfestigkeit und auf die Beobachtung, dass Katzen, Vögel und Ratten die Säcke aufgerissen haben. Außerdem würden die leichten Säcke insbesondere bei Sturm zur Verunreinigung des Ortsbildes beitragen.

Sollten die Politiker für die gelbe Tonne als Alternative stimmen, würde die Verwaltung mit dem Dualen System Deutschland verhandeln, ob es möglich ist, trotz Vertragsende 31. Dezember 2018 schon zum 1. Januar 2017 eine gelbe Tonne in Schermbeck zu nutzen.

(hs)
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