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Unsere Woche
Die Ferien und das Wetter

Unsere Woche: Die Ferien und das Wetter
FOTO: Malz Ekkehart
Wesel. Endlich Ferien! Endlich? Die Betrachtung hängt stark vom Wetter ab. Sie finden das langweilig an dieser Stelle? Dann warten Sie mal ab: Was drückt mehr aufs Gemüt als graue Tage, an denen man draußen so viel machen könnte. Vor allem dann, wenn man die Zeit dazu hat. Mein Mitgefühl gilt nach dem nassen Auftakt gestern in den nächsten Wochen vor allem den Kindern. Es ist doch einfach ungerecht, beim schönstem Wetter Unterricht zu haben.

Und das auch noch bis in den Nachmittag hinein. Regen nach Schulschluss, an Wochenenden und in den Ferien gehört im Grunde abgeschafft. Aber es gibt noch Schlimmeres: die Stadtranderholung. Der Begriff allein ist schon eine bürokratische Zumutung. Immerhin hatte er einst durchaus seine Daseinsberechtigung. Ich gehöre zu denjenigen, die sich noch an die Anfänge vor mehr als vier Jahrzehnten erinnern können: Hunderte von Kindern wurden morgens mit Bussen im Stadtgebiet eingesammelt und auf der Büdericher Insel ausgespuckt.

Am Rand der Stadt konnten sie den ganzen Tag an der frischen Luft toben, mit Hammer und Säge zum Budenbau losziehen und viele weitere gefährliche Sachen am Rheinufer machen. Die Büdericher Insel war für die Daheimgebliebenen ein einziger großer Abenteuerspielplatz. Und heute? Die gerade den Lehrern entronnenen Knirpse werden postwendend wieder in den Schule kaserniert. Ich kann und will mir gar nicht vorstellen, dass das Spaß macht.

Schon gar nicht bei Schauern oder Unwettern. Letzteren kann wohl nur der Spitzenbeamte des Kreises was abgewinnen. Wie schräg muss Dr. Ansgar Müller drauf sein, wenn er sich über den Titel Blitz-Hauptstadt 2016 freut? Fritz Schubert

Quelle: RP
 
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