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Wesel
Feldmark verabschiedet lachende Macherin

Wesel: Feldmark verabschiedet lachende Macherin
Pfarrer Dr. Christoph Kock bekleidet die Feldmarker Stelle nun allein, seine Frau Susanne Kock wirkt künftig in Büderich. FOTO: Ekkehart Malz
Wesel. Susanne Kock wechselt auf die Pfarrstelle in Büderich. Morgen sagt ihr die Gemeinde an der Friedenskirche ade. Von Hanne Buschmann

Ihr Lachen wird in der Feldmark fehlen. Wo immer Pfarrerin Susanne Kock auftauchte, strahlte sie. Mit ermutigendem Lachen geht sie auf die Menschen zu. Das wird sie sicherlich auch weiterhin tun in ihrem neuen Wirkungsfeld. Denn sie ist nun versetzt. Glücklicherweise nicht weit weg, nach Büderich, also eben über den Rhein in den Kirchenkreis Kleve. Sie bleibt aber wohnen am Holzweg bei ihrer Familie im Pfarrhaus des Gemeindebezirks Friedenskirche Feldmark. Dieser wurde in der Nachkriegszeit als 5. Bezirk in der Evangelischen Kirchengemeinde Wesel eingerichtet.

Vor zehn Jahren begann sie ihren Dienst in der Feldmark. Mit ihrem Ehemann, Pfarrer Dr. Christoph Kock, teilte sie sich die Stelle. Ein gutes Gespann waren die beiden, über die Konfessionsgrenzen hinweg von der Bevölkerung anerkannt. Drei Kinder hat das Paar. Pfarrer Kock erhält nun die ganze Feldmarker Pfarrstelle. Verlässliche Helfer werden ihm zur Seite stehen.

Solche Mitarbeiter wird Pfarrerin Susanne Kock auch in Büderich finden. Mit ihrem Lachen wird sie auch da Menschen gewinnen. In Krefeld wurde diese patente Frau, die ihre Aufgaben unkompliziert angeht, geboren. Eine sympathische Macherin ist sie. "In meinem elften Lebensjahr kam mir schon der Gedanke, Pastorin zu werden, nach der Konfirmation stand der Entschluss fest", erzählt sie.

Studiert hat sie in Wuppertal, Berlin und in den USA. Als Pfarrerin zur Anstellung wirkte sie von 2002 bis 2005 in Spellen-Friedrichsfeld. Da war ihr Mann noch im Vikariat. Die Männer kamen ja zumeist ohnehin später als die Frauen in den Beruf wegen des Wehr- oder Zivildienstes.

Gern gearbeitet habe sie überall, bekennt sie. "Aber in der Feldmark habe ich vieles ausprobieren können. Ich mache gern Neues. Meine grundsätzliche Frage überhaupt ist: Wie kommen Menschen in Kontakt? Am besten gelingt es, wenn die Kinder von einer Sache überzeugt sind", blickt sie zurück. Kinder- und Jugendarbeit ist ihr Herzensanliegen, wissen und schätzen die Gemeindemitglieder. Also wie Menschen in Kontakt kommen: besonders leicht bei einer gemeinsamen Mahlzeit. Der Gedanke zündete und der Mittagstisch startete, natürlich nach umfangreichen Vorarbeiten. Er funktioniert. 40 Plätze zur "Ma(h)lZeit" stehen einmal monatlich freitags zur Verfügung im Feldmarker evangelischen Gemeindezentrum. Offen für alle nach Anmeldung bis zum vorhergehenden Mittwoch. Frisch zubereitet ist ein leckeres warmes Essen von einem ehrenamtlichen Team. In ein Körbchen legt jeder Gast, was ihm möglich ist. "Das Geld reicht immer", freut sich Susanne Kock. Morgen wird sie aus dem Dienst an der Friedenskirche in einem Gottesdienst verabschiedet, Beginn: 17 Uhr. Danach gibt es einen Empfang. Fehlen wird in der Feldmark ihr Lachen.

Quelle: RP
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