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Wesel
Keer Tröch II legt ab

Wesel. Pünktlich zum Frühlingserwachen startet die Fähre "Keer Tröch II" am Palmsonntag, 28. März, in die Saison. Derzeit wird das Schiff noch im Yachthafen vom Bislicher Heimatverein auf Hochglanz poliert und angestrichen. Von Julia Nakötter

Mit dem Schrubber geht's über die Außenwand der Steuerkabine der Keer Tröch II. "Sobald der Schmutz überall runter ist, sehen wir, wo wir noch mal mit Pinsel und Farbe 'ran müssen", sagt Edmund Ramms. Zusammen mit fünf Mitgliedern des Bislicher Heimatvereins sorgt er dafür, dass die Fähre im Stadthafen technisch überholt und auf Hochglanz gebracht wird. Denn am Palmsonntag soll die Keer Tröch II um 10 Uhr zum ersten Mal den Rhein überqueren und damit die Fährsaison eröffnen.

Neue Touren im Programm

Vor knapp zwei Wochen waren bereits die Experten der Schiffsuntersuchungskommission im Stadthafen und haben die Keer Tröch II auf Rost und Beulen untersucht. "Zwei Absperrventile mussten versetzt und Beschriftungen an anderen Stellen angebracht werden", erzählt Edmund Ramms. Sollte künftig Wasser über die Rampe Richtung Steuerkabine fließen, besteht zudem keine Gefahr mehr, dass die Fähre plötzlich unter Strom steht. "Auf Anraten der Kommission haben wir einige Volt aus dem Sicherungskasten rausgenommen", berichtet der Sprecher der Bislicher Fährgemeinschaft.

Heute wollen Edmund Ramms, Josef Lohmann, Willi Giesen, Klaus Märker, Herman-Josef Giesen und Heribert Ramms frische Farbe auf Teile der Keer Tröch II auftragen. "Die Radfahrer haben im vergangenen Jahr ihre Spuren hinterlassen", weiß Edmund Ramms. Schwarze Striemen am Eingang oder Kratzer am Geländer werden weiß oder rot übertüncht. "Seit 15 Jahren ist die Fähre nun in Betrieb, und die Keer Tröch II ist weiter gut in Schuss", erklärt der engagierte Bislicher.

An Feiertagen wie Ostern, 1. Mai, Christi Himmelfahrt oder Pfingsten werden bis zu 2500 Fährgäste sicher über den großen Strom gebracht. Äußerst beliebt sind auch die Sonderfahrten der Keer Tröch II.

"In dieser Saison bieten wir erstmals eine Tour nach Rees mit Besichtigung der Kasematten und des Städtischen Koenraad Bosman Museums an", sagt Edmund Ramms. Bei Interesse können Vereine oder Gruppen diese Tour buchen (Telefon 02859 740; www.bislich.de).

Ebenfalls neu ist ein Angebot des Weseler Verkehrsvereins in Zusammenarbeit mit dem ADFC und der Bislicher Fährgemeinschaft. Zum Start der Saison wird am 28. März eine geführte Tour für Radler von Wesel (Markt) über Bislich (Fähre) nach Ginderich (Wallfahrtskirche) und Büderich (Walterbräu) angeboten. "Wird dies angenommen, könnte die Tour regelmäßig stattfinden", hofft Cornelia Verheul-Schmitz vom Verkehrsverein.

Fährkopf: Gespräch mit Westkamp

Unterdessen ist die Enttäuschung der Bislicher über den vertagten Ausbau der Anlegestelle für die Keer Tröch II noch groß. Edmund Ramms setzt auf ein Gespräch mit Bürgermeisterin Ulrike Westkamp, das am Freitag stattfinden soll: "Es wäre schön, wenn das Projekt gesplittet und ein Teil vorgezogen werden könnte."

Quelle: RP
 
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