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Wesel
Nutzer des Bislichbades fühlen sich unter Druck

Wesel. Friss oder stirb: Vor diese Alternative sehen sich offenbar etliche Nutzer des Bislichbades gestellt, die gestern in der öffentlichen Sondersitzung der CDU im Weseler Rathaus ihrem Ärger Luft machten. Dass die Fraktion im Dialog mit Weseler Schwimmverein, DLRG und anderen Interessierten dem Erhalt des Bades näher kommen wollte, geriet dabei immer wieder aus dem Blick. Im Kern sahen sich die Vereine unter dem Druck, dass das Bad im Sommer 2016 alternativlos geschlossen wird, wenn kein (ehrenamtlicher) Trägerverein gegründet wird, der den (öffentlichen) Zuschussbedarf von derzeit 110 000 Euro minimieren hilft. Denn so kommt der im Mai gefasste Ratsbeschluss bei der Basis an.

Auf Unverständnis stößt unter anderem, dass das Bislichbad allein von sieben Weseler Grundschulen mitbenutzt wird, es sich also nicht um eine rein fürs Dorf wichtige Einrichtung handelt. Zudem lässt es sich wegen seiner Besonderheit, ein Lehrschwimmbad mit Zwölf-mal-acht-Meter-Becken und Hubboden zu sein, schlecht bis gar nicht mit Trägervereinslösungen aus anderen Kommunen vergleichen. Dies machte zum Beispiel ein Vortrag von Thomas Goetzens (Schwimmfreunde Rheurdt) deutlich. Und: Das Bislichbad ist schon zu 90 Prozent ausgelastet. Die Frage, wie mit dem kläglichen Stundenrest am Sonntag Mehreinnahmen erzielen lassen sollen, war eine von vielen, die offen blieben.

Fazit: Der Ball liegt im Feld der Verwaltung und der Bäder GmbH. Die CDU um Fraktionschef Jürgen Linz will fehlende Infos einholen und die Beteiligten dann wieder an einen Tisch bringen. Eine Hoffnung ist, den Druck aus dem Kessel zu nehmen. Wenn ein Trägerverein zumindest in Gründung sein sollte, so Volker Haubitz, Vorsitzender des Fachausschusses, könnte die Frist 2016 in die Verlängerung gehen.

(fws)
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