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Wesel
SPD: "Ex-Landwirtschaftsschule abreißen und Bauland schaffen"

Wesel. Seit Jahren schon steht der größte Teil der ehemaligen Landwirtschaftsschule an der Stralsunder Straße im Schillviertel leer. Das Schillviertel ist der Wahlbezirk von SPD-Fraktionschef Ludger Hovest. Und der hat gestern gefordert, dass der verwaiste Komplex im Besitz des Kreises Wesel "abgerissen werden muss, um in dem beliebten Viertel neue Bauplätze für Doppelhaushälften oder auch Reihenhäuser zu schaffen". Denn neue Wohneinheiten sind nach Überzeugung von Hovest dringend nötig, da durch den Zustrom von Asylbewerbern, die von der Stadt dezentral in Wohnungen untergebracht sind, der Mietwohnungsmarkt praktisch leer gefegt ist. "Wer jetzt, in Zeiten besonders niedriger Zinsen, ein Haus baut, macht dafür eine Wohnung frei", ist Hovest überzeugt. Ob nun die Stadt die Ruine kauft oder der Kreis selbst aktiv wird, ist dem SPD-Mann einerlei. "Hauptsache, hier passiert etwas." Von Klaus Nikolei

Schon heute wird er diesbezüglich das Gespräch mit Parteifreundin und Bürgermeisterin Ulrike Westkamp suchen und ihr eine Liste mit zahlreichen Grundstücken in der Stadt vorlegen, die seiner Überzeugung nach so schnell wie möglich bebaut werden müssten, um auch Lücken zu schließen. Entweder vom Bauverein oder mit Hilfe privater Investoren.

Kreiswehrersatzamt Dass die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben das frühere Kreiswehrersatzamt an der Kreuzstraße derzeit nicht an die Stadt veräußern kann, weil es womöglich noch als Notunterkunft für Flüchtlinge gebraucht werden könnte, kann Hovest nicht nachvollziehen. Aus diesem Grunde wolle er in seiner "bekannt charmanten Art" die Bundestagsabgeordneten Sabine Weiss (CDU) und Dr. Ulrich Krüger (SPD) anschreiben und diese darauf hinweisen, dass Anfang 2016 eine Entscheidung über den Verkauf getroffen werden müsse. Es gebe schließlich mehrere Interessenten, die dort 50 bis 60 Wohnungen bauen wollten.

Fusternberg Während der nächsten Bauvereins-Aufsichtsratssitzung will Hovest vorschlagen, das Grundstück Bleicherstege/Fusternberger Straße mit 20 bis 25 Wohneinheiten zu bebauen.

Feldmark Auch eine städtische Wiese an der Straße Am Fänger (nahe Tannenhäuschen) könnte nach Überzeugung der SPD zu Bauland gemacht werden und Platz bieten für fünf bis sechs Häuser.

Lackhausen Hovest hofft, dass dem Markt Mitte 2016 das neue Baugebiet Am Schwan (50 bis 60 Bauplätze) zur Verfügung gestellt wird.

Quelle: RP
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