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Wesel
Zwei Raubüberfälle in einer halben Stunde verübt

Wesel. Ein Weseler wurde in Oberhausen festgenommen. Ein Gutachten soll die Schuldfähigkeit klären.

Ein 28-jähriger Weseler ist in der Nacht zum 2. Juni eigens nach Oberhausen gefahren, weil er in seiner Heimatstadt keine Straftat begehen wollte - dort probierte er es wohl gleich doppelt. Seit gestern steht der Mann wegen zweifacher schwerer räuberischer Erpressung vor dem Landgericht Duisburg. Mit einem Mittäter - ebenso drogenabhängig, ebenso klamm - war er mit der Bahn nach Oberhausen gefahren. An einer Eisenbahnunterführung hielten die Männer um 0.20 Uhr einen Radler an, forderten Geld und Handy. Der Mittäter schoss mit einer Gaspistole in die Luft. Der Angeklagte zog dem Radler das Handy aus der Tasche, durchsuchte den Mann erfolglos nach Geld. Der Radler fuhr zur nächsten Wache. Unterdessen hielten die Täter 28 Minuten später an gleicher Stelle einen Fußgänger an. Erneut fiel ein Schuss. Sie nahmen ihm 65 Euro ab. Auf das Handy verzichteten die Räuber: Es war ihnen zu alt. Der Komplize flüchtete, den 28-Jährigen nahm die Polizei am Tatort fest. Seitdem sitzt der schon wegen Drogen- und Körperverletzungsdelikten vorbestrafte Mann in Untersuchungshaft. Vor der Strafkammer legte der 28-Jährige, der schon bei der Polizei geredet hatte, ein Geständnis ab. Die Idee zu den Überfällen habe der Mitangeklagte gehabt.

Ein Urteil soll am 24. Oktober gesprochen werden. Zuvor wird ein Gutachter ein entscheidendes Wort zur Frage der Schuldfähigkeit des Angeklagten mitzusprechen haben.

(bm)
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