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Stadt Willich
Beim VMC-Stiftungsfest wurden langjährige Mitglieder geehrt

Stadt Willich. Viele Erinnerungen wurden wach, als sich jetzt der Vereinigte Männerchor (VMC) 1820 Willich zu seinem jährlichen Stiftungsfest traf. Der beliebte Chor mit seinen derzeit 45 aktiven Sängern hatten die Frauen und Gönner eingeladen. Gerade sang der 85-jährige Hans Bruns, der beim VMC seit 1963 einer der zweiten Tenöre ist, das "Nachts um Zwölf geh'n wir noch nicht nach Haus'". Schon in den 1950er-Jahren, als Bruns noch der Gesellschaft "Edelweiß" angehörte, hatte Herbert Glasmacher dieses Lied komponiert. Von Willi Schöfer

Klaus Schütz führte humoristisch durch den Abend, bei dem es natürlich Wurst vom Schwein gab. Denn dieses Event war viele Jahrzehnte als "Wurstmontag" bekannt. Die Showgarde "Surprise & Fantasy" aus dem Hardter Broich trat auf, außerdem junge Akrobaten und Jongleure vom Zirkus und Familienunternehmen Antavia, der gerade in Willich sein Winterquartier hat.

Natürlich bat Chorleiter Daniel Schaaf auch seine VMC-Sänger nach vorne, erklang unter anderem das "Sierra Madre" oder "Eine kleine Melodie". Etwa 120 Gäste konnte VMC-Vorsitzender Michael Maaßen begrüßen. Michael Maaßen? War nicht lange Zeit Michael Atsuki der Chef? "Ja, aber ich habe nach der Scheidung meinen Mädchennamen wieder angenommen", erklärte er schmunzelnd. Ehren-Vorsitzender Jochen Makowski war auch da. Und fast alle seiner Mitstreiter, die es alle zwei Jahre auf der Theaterbühne krachen lassen. Das bekannte Ensemble trifft sich in den nächsten Tagen, Makowski: "Dann sprechen wir schon mal über den nächsten Dreiakter, den wir wahrscheinlich im September und Oktober 2017 aufführen." Es wird die Komödie "Ne' Macke hat doch jeder" sein.

Aus gutem Grund war zum Stiftungsfest die Bezirksvorsitzende des Chorverbandes, Anni Gielen, gekommen. Sie zeichnete gemeinsam mit Michael Maaßen und dem VMC-Geschäftsführer Rolf Thomas langjährige Mitglieder aus. Seit 50 Jahren ist Peter van der Velden dabei, seit 40: Gerd Nünning und Werner Butzmühlen. Frank Werres singt beim VMC seit 25, Bernd Junker seit zehn Jahren.

In der Gaststätte Krücken findet auch am 11. März, ab 19 Uhr, die Generalversammlung statt. Dann wird sicher auch schon einmal über das 200-jährige Bestehen des Chores im Jahr 2020 gesprochen. Dazu Michael Maaßen: "Die Organisation des Jubiläumsfestes wird für uns eine große Herausforderung, zumal es ja keinen großen Saal in Willich mehr gibt." Die Schließung des Kaisersaales hatte auch dazu geführt, dass der VMC seine stets beliebten närrischen Hausfrauennachmittage nicht mehr veranstaltet.

Quelle: RP
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